Ethereum im Abwärtsstrudel: ETF-Milliardenabflüsse und Wallet-Verkäufe drücken den Kurs
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Ethereum (ETH) verliert seit Wochenbeginn rund 12 Prozent – im Sog eines Kryptomarkts, der zuletzt stark von Makrofaktoren und geopolitischen Schlagzeilen rund um Grönland geprägt war.
US-Spot-ETFs auf Ether verzeichneten laut SoSoValue an drei Tagen in Folge Nettoabflüsse von insgesamt 569,4 Millionen US-Dollar – ein klares Signal für Risikoabbau.
Parallel setzen mittlere Wallet-Gruppen ihre Verkäufe fort; charttechnisch entscheidet die Zone um 2.880 US-Dollar über die nächste Etappe, darunter rückt 2.627 US Dollar in den Fokus.
In einer Woche mit wechselnden Zollandrohungen und anhaltenden Spannungen rund um Grönland zeigt sich bei Ethereum erneut, wie eng die Leit-Altcoin mit dem globalen Risikosentiment verzahnt bleibt. Der Kursrückgang spiegelt dabei nicht nur die Zurückhaltung klassischer Marktteilnehmer wider, sondern auch den Druck aus dem krypto-nativen Lager.
ETF-Flows: Drei Tage Abflüsse – insgesamt 569,4 Millionen US-Dollar
Besonders deutlich ist der Stimmungswechsel bei den börsengehandelten Produkten: US-Spot-ETFs auf Ether verzeichneten nach Daten von SoSoValue in dieser Woche an drei aufeinanderfolgenden Tagen Mittelabflüsse von insgesamt 569,4 Millionen US-Dollar. In einem ohnehin nervösen Umfeld wirkt das wie ein zusätzlicher Verstärker: Wenn Kapital aus den „einfach zugänglichen“ Vehikeln abfließt, fehlt dem Markt kurzfristig ein stabilisierender Gegenpol.
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Wallets: Verkaufsdruck im Mittelbau – 520.000 ETH seit Sonntag
Ein ähnliches Muster zeigt sich bei Wallet-Gruppen, die häufig als Gradmesser für „Privatanleger plus kleinere Profis“ gelesen werden: Adressen mit 100 bis 1.000 ETH sowie 1.000 bis 10.000 ETH setzten ihre seit Dezember laufenden Verkäufe fort und gaben seit Sonntag zusammen rund 520.000 ETH ab.
In den vergangenen Wochen hatten Käufe von Großinvestoren mit 10.000 bis 100.000 ETH einen Teil dieses Drucks aufgefangen. Im aktuellen Zeitraum fällt die Nettokaufaktivität dieser Gruppe jedoch weitgehend neutral aus – die Entlastung bleibt damit ausgerechnet dort aus, wo sie zuletzt häufig kam.
Derivate: Open Interest steigt, Funding wirkt unruhig
Am Terminmarkt nimmt die Aktivität trotz fallender Kurse zu: Das Open Interest legte um 520.000 ETH auf 12,99 Millionen ETH zu. Das Plus ist jedoch kein eindeutiger „Risk-on“-Beleg. Denn die Finanzierungssätze schwankten deutlich stärker als unter normalen Marktbedingungen – ein Hinweis darauf, dass das zusätzliche OI nicht sauber als Long-Aufbau zu lesen ist, sondern auch Short-Positionierung und hektisches Re-Pricing eine Rolle spielen dürften.

Netzwerkaktivität auf Rekord – JPMorgan mahnt zur Vorsicht
Während der Preis schwächelt, laufen On-Chain-Kennzahlen weiter heiß: Die Zahl aktiver Ethereum-Adressen und das Transaktionsvolumen steigen auf Rekordniveaus und setzen damit die Dynamik fort, die seit dem Fusaka-Upgrade zu beobachten ist. Analysten von JPMorgan warnten allerdings, dass solche Aktivitätsschübe nach größeren Upgrades erfahrungsgemäß nicht von Dauer seien.
Staking: Validator-Warteschlange und Gesamt-Stake auf Höchstständen
Auch auf der Staking-Seite markieren Kennzahlen neue Spitzen: Die Warteschlange für neue Ethereum-Validatoren stieg auf neue Höchststände und erreichte am Freitag 3,13 Millionen ETH. Der Gesamtwert der im Netzwerk eingesetzten Vermögenswerte liegt ebenfalls auf einem Rekordniveau von 36,3 Millionen ETH.
Ethereum-Kursausblick: 2.880 US-Dollar als Scharnier, darunter 2.627 US-Dollar
Technisch bleibt die Lage angespannt. ETH testete in dieser Woche die Unterstützungszone um 2.880 US-Dollar, nachdem der Kurs zuvor am 20-Wochen-EMA gescheitert war und unter die Unterstützung eines aufsteigenden Dreiecks gefallen war. Bricht 2.880 US-Dollar, könnte im Bereich von 2.627 US-Dollar eine Auffangzone liegen, die zusätzlich durch den 200-Wochen-EMA gestärkt wird. Auf der Oberseite müsste ETH über 3.470 US-Dollar steigen, um einen Aufwärtstrend einzuleiten.

Die Indikatoren bleiben defensiv: Der Relative-Stärke-Index liegt unter seinem neutralen Niveau, während der Stochastik-Oszillator im überverkauften Bereich notiert – ein Setup, das auf weiterhin dominierendes bärisches Momentum hindeutet, selbst wenn kurzfristige Gegenbewegungen jederzeit möglich sind.
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