Das Währungspaar GBP/USD hat Schwierigkeiten, Akzeptanz zu finden oder über die Marke von 1,3700 hinaus auf seinen Gewinnen aufzubauen, und fällt während des frühen Teils der europäischen Sitzung am Dienstag. Der Rückgang bleibt jedoch abgefedert, da die Spotpreise über den mittleren 1,3600er-Niveaus gehalten werden, was Vorsicht bei der Positionierung für eine . rechtfertigt. Zudem rechtfertigt das Ausbleiben von Anschlussverkäufen eine gewisse Vorsicht, bevor man sich für einen nennenswerten Korrekturrückgang von dem über viermonatigen Hoch, das am Montag erreicht wurde, positioniert.
Der US-Dollar (USD) erholt sich leicht von seinem niedrigsten Stand seit September 2025, der am Vortag erreicht wurde, und erweist sich als ein entscheidender Faktor, der als Gegenwind für das Währungspaar GBP/USD wirkt. Der Anstieg des USD könnte auf einige Umpositionierungen zurückzuführen sein, da bärische Händler ihre Positionen vor dem wichtigen Risiko eines Ereignisses der Zentralbank reduzieren. Die US-Notenbank (Fed) wird am Ende einer zweitägigen Sitzung am Mittwoch ihre geldpolitische Entscheidung bekannt geben und wird allgemein erwartet, dass sie die Zinsen unverändert lässt.
In der Zwischenzeit wird der Fokus auf der Pressekonferenz nach der Sitzung liegen, bei der die Kommentare von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell genau auf Hinweise zur Zinssenkungspolitik der Zentralbank untersucht werden. Der Ausblick wird wiederum eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der kurzfristigen Preisbewegungen des USD spielen und dem GBP/USD-Paar einen bedeutenden Impuls verleihen. In der Zwischenzeit könnten die Erwartungen, dass die Fed die Kreditkosten 2026 noch zweimal senken wird, die versuchte USD-Erholung begrenzen und das Währungspaar stützen.
Das Britische Pfund (GBP) könnte hingegen weiterhin durch unterstützende Fundamentaldaten gestützt werden, die auf den stärkeren Einzelhandelsumsätzen und PMI-Daten vom letzten Freitag basieren, die die Erwartungen an eine Zinssenkung der Bank of England (BoE) in der nahen Zukunft dämpften. Zudem macht das Fehlen relevanter wirtschaftlicher Veröffentlichungen am Montag es ratsam, auf starke Anschlussverkäufe zu warten, bevor man bestätigt, dass das GBP/USD-Paar in der nahen Zukunft seinen Höhepunkt erreicht hat und sich für einen nennenswerten Korrekturrückgang positioniert.
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.