Der GBP/JPY steigt auf ein neues Wochenhoch von 213,98, was einem Anstieg von mehr als 1,10 % in der Woche entspricht, da gemischte Wirtschaftsdaten aus dem Vereinigten Königreich das britische Pfund nach oben trieben. Fiskalische Bedenken hinsichtlich des Plans von Premierministerin Takaichi untergruben den japanischen Yen. Das Währungspaar handelt bei 213,85, ein Plus von 0,58 %.
Das technische Bild zeigt, dass der GBP/JPY weiterhin nach oben tendiert, obwohl er nach Erreichen eines Jahreshochs von 214,29 am 13. Januar in Richtung der Marke von 211,00 zurückgegangen ist. Seitdem hat sich das Paar im Bereich von 211,00 – 213,00 konsolidiert, bevor die Käufer den oberen Bereich geräumt haben, um zu versuchen, das aktuelle Jahreshoch herauszufordern.
Aus der Perspektive des Momentums haben die Käufer die Oberhand, wie der Relative Strength Index (RSI) zeigt, der sich dem überkauften Bereich nähert.
Wenn GBP/JPY 214,00 überwindet, wäre der nächste Widerstand 214,29, bevor 214,50 getestet wird. Ein Durchbruch des Letzteren würde 215,00 offenbaren.
Für eine bärische Umkehr muss der GBP/JPY unter die 20-Tage-SMA bei 212,04 fallen, gefolgt von einem Bruch des Tiefs vom 19. Januar mit einem Swing-Tief von 210,71. Dies wäre das erste Signal, dass die Bären an Stärke gewinnen, wobei das nächste Zyklus-Tief bei 206,77, dem Tages-Tief vom 16. Dezember 2025, gesehen wird.

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.