Gold löst sich vom Rekordhoch: Entspannung im Handelsstreit drückt die Safe-Haven-Nachfrage
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Gold (XAU/USD) setzt am Donnerstag in der Asien-Session die Korrektur vom Rekordbereich um $4,900 fort und notiert erneut schwächer. Auslöser ist ein Umschwung in Richtung Risk-on, nachdem Donald Trump bei Grönland zurückgerudert und zusätzliche Zölle gegen eight European nations vorerst vom Tisch genommen hat. Nun richtet sich der Blick auf den US Personal Consumption Expenditures (PCE) Price Index und den final US Q3 GDP report, die Impulse für USD und XAU/USD liefern könnten.
Gold (XAU/USD) rutscht am Donnerstag in der Asien-Session weiter ab und baut den am Vortag gestarteten Rücksetzer vom Bereich um $4,900 – einem frischen Allzeithoch – aus. Es ist damit der erste negative Handelstag nach vier positiven Tagen in Folge. Der Druck kommt aus mehreren Richtungen: US President Donald Trump nahm Abstand von der Drohung, zusätzliche Zölle gegen eight European nations zu verhängen, und schloss zudem aus, Greenland mit Gewalt zu nehmen. Das befeuerte eine neue Risk-on-Welle und entzog dem klassischen Safe-Haven Gold kurzfristig den Rückenwind.
Parallel dazu verliert der sogenannte „Sell America“-Trade an Dynamik, weil die Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Handelskonflikt nachlassen. In Kombination mit zurückgenommenen Wetten auf two more rate cuts der US Federal Reserve (Fed) im Jahr 2026 erhält der US Dollar (USD) zusätzlichen Halt – ein Umfeld, das ebenfalls gegen das Edelmetall arbeitet. Auf der Unterseite bleibt der Rückgang jedoch bislang abgefedert, da viele Marktteilnehmer vor den anstehenden US-Daten abwarten: Der US Personal Consumption Expenditures (PCE) Price Index und der final US Q3 GDP report werden später heute erwartet und könnten Hinweise auf den künftigen Fed-Kurs liefern – und damit USD und XAU/USD kurzfristig bewegen.
Daily Digest Market Movers: Gold gibt vor US-Daten nach – Handelskriegsängste lassen nach
Die globale Risikostimmung erhielt neuen Schub, nachdem Trump bei Greenland eine Kehrtwende vollzogen hatte – Gold entfernte sich daraufhin vom Rekordhoch, das am Mittwoch erreicht worden war. Trump habe beim World Economic Forum in Davos erklärt, er habe sich mit der NATO auf einen Rahmen für ein künftiges Abkommen zu Greenland verständigt; damit entfalle die Notwendigkeit, neue Zölle gegen europäische Staaten zu verhängen.
Diese Entwicklung senke das Tail-Risk einer US-Konfrontation mit NATO-Verbündeten und begünstige die Umkehr des „Sell America“-Trades, was den USD stütze und Gold zusätzlich belaste. US Special Envoy Steve Witkoff kündigte zudem ein neues Treffen mit Russlands Präsident Vladimir Putin an, das am Thursday stattfinden solle – im Kontext von Fortschritten bei Gesprächen über einen von den USA geführten 20-point Ukraine peace plan. Trump habe am Mittwoch außerdem gesagt, der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky und Putin seien nun an einem Punkt, an dem sie einen Deal zur Beendigung des Kriegs erreichen könnten – auch das drücke tendenziell auf die Nachfrage nach sicheren Häfen.
Mit Blick auf die Geldpolitik bleibt das Bild gemischt: Laut einer Reuters poll erwartet eine Mehrheit der Ökonomen, dass die Fed ihren Leitzins bis zum Ende dieses Quartals und möglicherweise bis zum Ende der Amtszeit von Chair Jerome Powell im May unverändert lässt. Gleichzeitig preisen Händler weiterhin die Möglichkeit von two more rate reductions in 2026 ein. Zudem begrenzen Sorgen über politische Einflussnahme auf die Unabhängigkeit der Fed den USD-Aufwärtsraum. Entsprechend dürfte die Veröffentlichung des US Personal Consumption Expenditure (PCE) Price Index zusammen mit dem final US Q3 GDP report später heute die USD-Bewegung prägen – und damit auch XAU/USD.
Technisches Bild: Unter $4,754.08 würde die Korrektur an Substanz gewinnen
Kurzfristig hält der Aufwärtston noch, weil der 100-hour Simple Moving Average (SMA) weiter steigt und unter dem Kurs verläuft. XAU/USD bleibt über diesem Durchschnitt, womit die Tendenz weiterhin nach oben geneigt ist – der SMA bei $4,707.80 fungiert als dynamische Unterstützung. Der MACD bleibt zwar unter der Signallinie und unter Null, doch das negative Histogramm schrumpft, was auf nachlassenden Abwärtsdruck hindeutet. Der RSI liegt bei 46 und damit im neutralen Bereich, nachdem er sich von zuvor extremen Niveaus abgekühlt hat.
Aus der Bewegung vom Tief bei $4,535.22 bis zum Hoch bei $4,889.37 ergibt sich eine klare Zone für die nächsten Schritte: Die 38.2% Fibonacci retracement-Marke bei $4,754.08 bietet eine erste, gut sichtbare Unterstützung, während das 23.6% Fibo. level bei $4,805.79 Rücksetzer zunächst abfedert. Solange der Kurs über diesen Marken bleibt, wäre der Erholungspfad grundsätzlich intakt. In der kurzen Frist spricht eine anhaltende Kursakzeptanz über dem steigenden 100-hour SMA dafür, dass der Weg des geringsten Widerstands weiter nach oben zeigt. Das Momentum würde sich festigen, wenn der MACD wieder durch die Signallinie nach oben dreht und der RSI die 50 zurückerobert; ein Rutsch unter den Durchschnitt würde dagegen die Anfälligkeit für einen tieferen Pullback erhöhen und eine längere Konsolidierung begünstigen.
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