Machtwechsel bei Bitcoin: Neue Wale übernehmen – und der Markt wird nervöser
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Bitcoin rutscht unter die Marke von $90,000, während Risk-off-Stimmung durch wachsende makroökonomische Spannungen zwischen den USA und der EU sowie neue Sorgen rund um Grönland Risikoassets belastet. On-Chain-Daten deuten laut dem Analysten MorenoDV auf einen strukturellen Wechsel hin: Erstmals halten „new whales“ einen größeren Anteil an Bitcoins Realized Cap als langjährige „OG“-Wale. Genau diese Verschiebung kann erklären, warum Erholungen derzeit fragiler wirken – und warum Verkaufsdruck bei makrogetriebenen Rücksetzern schnell zurückkehrt.

Neue Wale diktieren kurzfristig die Richtung
Die Realized Cap bewertet Bitcoin-Bestände auf Basis des Preises beim letzten On-Chain-Transfer und bildet damit eine Art aggregierte Kostenbasis ab. Verschiebt sich dieses Maß in Richtung neuer Wale, ist das mehr als nur eine Statistik: Es signalisiert, dass ein relevanter Teil des Angebots zuletzt zu höheren Preisen den Besitzer gewechselt hat.

MorenoDV hebt hervor, dass „new whales“ in diesem Kontext als Short-Term-Holder-Wale definiert sind – also Adressen mit mehr als 1,000 BTC und einer UTXO age below 155 days. Die Kernaussage: Einfluss verlagert sich weg von zykluserprobten Haltern hin zu Kapital, das spät in den Trend gekommen ist – und typischerweise empfindlicher auf Volatilität reagiert.
Dazu passt die Kostenlage dieser Kohorte: Der realized price der neuen Wale liegt near $98,000, während der Spotpreis weiterhin darunter handelt. Daraus resultieren laut Schätzung roughly $6 billion an unrealized losses. Solche Buchverluste sind nicht bloß „Papier“ – sie verändern die Risikobereitschaft und können in scharfen Korrekturen den Reflex verstärken, Positionen zu reduzieren oder Break-even-Ausgänge zu suchen.
Auch bei den realisierten Verlusten zeigt sich das Muster: Die on-chain realized PnL-Daten deuten darauf hin, dass seit dem Marktpeak vor allem neue Wale den Großteil der realized losses verantworten. In der jüngsten Abwärtsphase hätten sie wiederholt in Schwäche hinein verkauft und kurze Rebounds genutzt, um Positionen abzubauen – eher als Risikomanagement denn als Überzeugungskauf.
Die „alten“ Wale zeichnen das Gegenbild: Mit einem realized price around $40,000 bleiben Long-Term-Whales deutlich im Gewinn, und ihre Aktivität war bislang begrenzter als die Abflüsse, die von den neuen Walen ausgehen. Unterm Strich wird Bitcoins kurzfristige Richtung aktuell stärker von dieser neueren, fragileren Whale-Kohorte geprägt.
Bitcoin bricht unter eine Schlüsselmarke
Charttechnisch wirkt die Lage angeschlagen: Bitcoin verliert die psychologische $90,000-Marke und handelt im Tageschart near $88,300. Die Struktur zeigt einen klaren Abwärtstrend seit den late-2025 highs – gefolgt von einem misslungenen Erholungsversuch.

Nach dem scharfen Rückgang im November stabilisierte sich BTC und bildete eine kurze Konsolidierungsbasis. Doch der Rebound bis Anfang January fand keinen Anschluss und endete in einer erneuten Zurückweisung. Aus technischer Sicht bleibt BTC unter seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten, die zunehmend als dynamischer Widerstand wirken: Der kurzfristigere Durchschnitt ist deutlich nach unten abgedreht, während die übergeordnete Trendlinie darüber weiter abwärts geneigt ist. Das signalisiert, dass Momentum gedeckelt bleibt – und Verkäufe in Erholungen hinein weiterhin dominieren.
Die Ablehnung der jüngsten Erholung Richtung mid-$90K fällt dabei besonders ins Gewicht: Sie bestätigt, dass das Angebot „über Kopf“ groß ist und die Käuferseite den Trend bislang nicht drehen kann. Auch das Volumen stützt diese Lesart: Die stärksten Ausschläge traten während der Abverkaufsphase auf – als Zeichen von erzwungener Aktivität und Distribution –, während spätere Erholungsversuche mit geringerer Beteiligung auskamen.
Solange Bitcoin unter der Zone $90K–$92K bleibt, deutet die Preisaktion darauf hin, dass der Markt weiter nach einem stabilen Boden sucht. Das Abwärtsrisiko bleibt erhöht, falls die Furcht im breiteren Kryptomarkt erneut zunimmt.
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