XRP an der Kante: Abflüsse bei Spot-ETFs und nachlassendes Futures-Interesse belasten den Markt
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Ripple (XRP) steht an einem kritischen Punkt, während sich der Kurs zum Zeitpunkt der Erstellung am Mittwoch oberhalb von 1,90 US-Dollar stabilisiert. Der Token für grenzüberschreitende Zahlungen war zu Wochenbeginn unter starken Verkaufsdruck geraten, nachdem sich makroökonomische und geopolitische Spannungen verschärft hatten.
Gleichzeitig lässt das Interesse sowohl institutioneller als auch privater Anleger weiter nach, was die Chancen auf eine nachhaltige Erholung deutlich schmälert.
Risikoaversion trifft XRP – Erholung bleibt fragil
Der Token für grenzüberschreitende Zahlungen stabilisiert sich zwar, doch das Umfeld bleibt schwierig: Verschärfte makroökonomische und geopolitische Spannungen haben zu Wochenbeginn den Risikoappetit gedämpft – und XRP damit in eine Phase gedrückt, in der selbst kleine negative Impulse stärker durchschlagen. Dass sowohl institutionelles als auch privates Interesse nachlässt, nimmt möglichen Rebounds die Breite.


Spot-ETFs drehen ins Minus, Futures-Markt verliert Tiefe
Bei den Spot-ETFs auf XRP gab es am Dienstag den zweiten Mittelabfluss seit der Einführung im November. Anleger zogen dabei rund 53 Millionen US-Dollar ab. Der Schritt kam nach sieben Tagen mit durchgehenden Zuflüssen und spiegelt die anhaltenden makroökonomischen Belastungen sowie die ausgeprägte Risikoaversion im breiteren Kryptomarkt wider.
Gleichzeitig bleiben die Gesamtzahlen hoch: Das kumulierte Zuflussvolumen liegt laut SoSoValue bei 1,22 Milliarden US-Dollar, das Nettovermögen bei 1,34 Milliarden US-Dollar. Gerade deshalb dürfte die weitere Entwicklung der XRP-Spot-ETFs in den kommenden Wochen ein zentraler Stimmungstreiber werden.
Noch deutlicher ist das Signal aus dem Derivatemarkt: Das Open Interest an XRP-Futures fiel am Mittwoch auf 3,35 Milliarden US-Dollar – der niedrigste Stand seit dem 1. Januar. Zum Vergleich: Am Dienstag lag der Durchschnitt bei 3,53 Milliarden US-Dollar, am 6. Januar sogar bei 4,55 Milliarden US-Dollar. Ein schrumpfendes Open Interest steht häufig für abnehmende Überzeugung und sinkende Bereitschaft, frisches Risiko aufzubauen. Setzt sich dieser Trend fort, könnte XRP seine Abwärtsbewegung bis zum April-Tief bei 1,61 US-Dollar ausweiten.
RLUSD rückt durch Binance-Listing stärker in den Fokus
Parallel dazu gewinnt der Ripple-Stablecoin Ripple USD (RLUSD) an Sichtbarkeit: Binance hat RLUSD in sein Angebot aufgenommen. Der an den US-Dollar gekoppelte Stablecoin wird zunächst auf der Ethereum-Blockchain unterstützt, eine Integration in das XRP Ledger (XRPL) soll folgen.
Nach Angaben von Ripple umfasst das Listing den Spot-Handel mit RLUSD, die Eignung für Portfolio-Margin sowie die Einbindung des Stablecoins in Binance Earn. Ripple erklärte: „Dieses Multichain-Listing sorgt für eine bessere Zugänglichkeit für Nutzer und Institutionen – unabhängig davon, ob sie nativ auf dem XRPL oder innerhalb des Ethereum-Ökosystems arbeiten.“ Die Integration verschafft RLUSD Zugang zu höherer On-Chain-Liquidität und soll zugleich den Weg für reale Zahlungsanwendungen sowie eine umfassendere Interoperabilität zwischen Netzwerken ebnen. Die anhaltende Nachfrage nach Stablecoins prägt damit weiterhin die Schnittstelle zwischen Kryptoindustrie und traditionellem Finanzsystem.

Technischer Ausblick: 1,90 US-Dollar bleibt die Schlüsselmarke
Chartseitig verteidigt XRP die Unterstützung bei 1,90 US-Dollar, doch die Marktstruktur wirkt angeschlagen, solange sich die Derivatedaten weiter eintrüben. Der MACD liegt im Tageschart unter der Signallinie; die Histogrammbalken unterhalb der Nulllinie weiten sich aus – das stützt das negative Szenario und begünstigt weiteren Risikoabbau.
Ein Tagesschlusskurs unter 1,90 US-Dollar könnte eine Erholung abwürgen und einen Rückgang bis zum April-Tief bei 1,61 US-Dollar auslösen. Für eine belastbarere Aufwärtsphase müsste sich der RSI im Tageschart nachhaltig über die Mittellinie zurückarbeiten. Händler dürften zudem besonders auf einen Schlusskurs oberhalb von 2,00 US-Dollar achten, bevor wieder spürbar mehr Risiko eingegangen wird.
Auf der Oberseite bleiben die nächsten Hürden eng gestaffelt: Der 50-Tage-EMA begrenzt das Potenzial bei 2,06 US-Dollar, der 100-Tage-EMA bei 2,18 US-Dollar und der 200-Tage-EMA bei 2,31 US-Dollar. Erst ein Ausbruch über dieses Widerstandscluster würde eine bullische Trendwende bei XRP untermauern.
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