Der japanische Yen (JPY) zeigt sich fest und gewinnt 0,3 Prozent gegenüber dem US-Dollar (USD). Damit zählt er zu den stärksten Währungen der G10-Gruppe, übertroffen nur von der norwegischen Krone und dem neuseeländischen Dollar, berichten die Devisenstrategen Shaun Osborne und Eric Theoret von der Scotiabank.
„Der Fokus beim Yen bleibt klar auf dem Risiko einer Marktintervention, nachdem das Finanzministerium ein zweites öffentliches Signal gesendet hat. Die Aussagen von Minister Katayama, der mit ‚entschlossenem Handeln‘ drohte, haben die Aufmerksamkeit weiter verschärft. Sie folgten auf die erste verbale Intervention zu Wochenbeginn, die wie üblich vom Vizeminister für internationale Angelegenheiten kam.“
„Japanische Regierungsvertreter scheinen ihre erste Linie bei 159 gezogen zu haben und steuern nun offenbar auf eine Umkehrbewegung zu, möglicherweise mit dem Ziel, USD/JPY wieder in die frühere Spanne von 154,50 bis 158 zurückzuführen. Zwar gab es zuletzt nur wenige heimische Konjunkturdaten, doch der Staatsanleihemarkt scheint seinen Ausverkauf fortzusetzen: Die Rendite zweijähriger Staatsanleihen markierte neue Hochs über 1,20 Prozent, während die Rendite zehnjähriger Anleihen neue Spitzen oberhalb von 2,20 Prozent anpeilt.“