Die US-Energiebehörde EIA rechnet damit, dass die Rohölproduktion in den USA 2026 mit rund 13,6 Millionen Barrel pro Tag nahezu stabil bleibt. Im darauffolgenden Jahr dürfte die Förderung jedoch wegen geringerer Bohraktivitäten infolge niedriger Ölpreise allmählich zurückgehen. Während das Überangebot am Ölmarkt in diesem Jahr bei etwa 2,8 Millionen Barrel pro Tag liegt, könnten eine steigende Nachfrage und sinkende US-Fördermengen den globalen Überschuss schrittweise verringern, schreibt Commerzbank-Rohstoffanalyst Carsten Fritsch.
„Nach Prognosen der US Energy Information Administration (EIA) dürfte die Rohölproduktion in den USA in diesem Jahr im Jahresdurchschnitt bei nahezu 13,6 Millionen Barrel pro Tag liegen. Für 2027 erwartet die EIA einen Rückgang der Förderung um rund 340.000 Barrel pro Tag. Der Prognose zufolge erreichte die Produktion im November 2025 mit 13,89 Millionen Barrel pro Tag einen Rekordwert.“
„Bis zum Jahresende soll die Förderung auf 13,52 Millionen Barrel pro Tag sinken und bis zum Ende des kommenden Jahres auf 13,16 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen. Als Ursache nennt die EIA eine nachlassende Bohrtätigkeit infolge niedrigerer Ölpreise. Die Behörde rechnet in diesem Jahr mit einem durchschnittlichen WTI-Ölpreis von 52 US-Dollar je Barrel und im nächsten Jahr mit 50 US-Dollar je Barrel.“
„Hintergrund ist das erhebliche Überangebot am Ölmarkt, das die EIA für dieses Jahr auf 2,8 Millionen Barrel pro Tag schätzt. Für das kommende Jahr erwartet die Behörde einen etwas stärkeren Anstieg der Ölnachfrage, der zusammen mit der sinkenden US-Ölproduktion das Überangebot etwas verringern dürfte.“