Das britische Pfund Sterling (GBP) zeigt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht fester und schneidet damit besser ab als die meisten anderen G10-Währungen – trotz fehlender relevanter Konjunkturdaten aus dem Vereinigten Königreich. Da sich die allgemeine Risikostimmung kaum verändert zeigt und auch die Optionsmärkte nur wenige klare Richtungssignale liefern, dürfte die Stärke des Pfunds vor allem auf geopolitische Kapitalströme sowie auf Vertrauen in die Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien zurückzuführen sein, berichten die Devisenstrategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank.
„Das Pfund legt gegenüber dem US-Dollar um marginale 0,1 Prozent zu und entwickelt sich besser als alle G10-Währungen mit Ausnahme des japanischen Yen. Die inländischen Veröffentlichungen beschränkten sich zuletzt auf nachrangige Kredit- und Finanzierungsdaten, was darauf hindeutet, dass die Widerstandsfähigkeit des Pfunds vermutlich durch geopolitisch bedingte Kapitalbewegungen getragen wird und die Einschätzung des Marktes zur Stärke der Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien widerspiegelt.“
„Die sogenannten Risk Reversals zeigen sich kaum verändert und liefern nur wenige Hinweise auf eine stimmungsgetriebene Kursbewegung. Wir bleiben neutral und warten auf einen Ausbruch aus der zweiwöchigen Handelsspanne, die in etwa zwischen 1,34 und der Mitte der 1,35er-Marke verläuft.“