Der Kanadische Dollar (CAD) fand am Montag etwas dringend benötigten Halt und handelte in einer stabilen Spanne nahe 1,3775 gegenüber dem US-Dollar (USD). Die globalen Flüsse des Greenbacks wurden letzte Woche stark zurückgeworfen, nachdem die US Nonfarm Payrolls (NFP)-Daten deutliche Abwärtsrevisionen zeigten, was US-Präsident Donald Trump dazu veranlasste, sofort den Leiter des Bureau of Labor Statistics (BLS) zu entlassen.
Es wird eine ruhige Woche auf der Seite der kanadischen Dollar-Wirtschaftsdaten geben. Die Ergebnisse der Ivey Einkaufsmanager-Index (EMI)-Umfrage werden am Donnerstag erwartet, dürften jedoch die CAD-Märkte kaum bewegen. Wichtige kanadische Beschäftigungszahlen werden diesen Freitag veröffentlicht und dienen als Indikator für die Zinssenkungserwartungen der Bank of Canada (BoC), die in das letzte Quartal hineinrücken. Es wird erwartet, dass das Tempo der kanadischen Einstellungen langsamer wird und die Arbeitslosenquote leicht ansteigt, während die kanadische Wirtschaft mit den Auswirkungen von Zöllen zu kämpfen hat.
Der Kanadische Dollar erlebte einen durch Schlagzeilen befeuerten Rückgang von einseitigen US-Dollar-Flüssen Ende letzter Woche, was eine scharfe Wende im USD/CAD-Momentum abschloss. Der Loonie hat einige der jüngsten Gewinne des Greenbacks abgebaut und drückt das Paar wieder unter die 1,3800-Marke, aber USD/CAD bleibt in einer technischen Falle zwischen den 50-Tage- und 200-Tage-Exponential Moving Averages (EMA) nahe 1,3740 und 1,3860 gefangen.
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.