Mega-Rallye in China! Hedgefonds zittern: Margin Calls ohne Ende?

Quelle Investing

Investing.com - Die überraschende Rallye an den chinesischen Aktienmärkten hat in den letzten Tagen zahlreiche Hedgefonds ins Wanken gebracht. Vor allem Fonds, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, stehen nun unter massivem Druck. Laut einem Bericht von Bloomberg, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise beruft, sehen sich mehrere Fonds mit Margin Calls konfrontiert.

Der Auslöser der Rallye kam letzte Woche, als die chinesische Regierung ankündigte, institutionellen Investoren über die Zentralbank finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um verstärkt in Aktien zu investieren. Darüber hinaus prüft Peking die Einrichtung eines Markstabilisierungsfonds mit einem Anfangsvolumen von 800 Milliarden Yuan (umgerechnet etwa 113 Milliarden US-Dollar), der in die Aktienmärkte fließen soll.

Seit dieser Ankündigung kennt der Hang Seng Index (HSI), der die 82 größten Unternehmen aus China und Hongkong umfasst, kein Halten mehr. In weniger als zwei Wochen hat er Verluste von fast drei Jahren wettgemacht. Ähnlich dynamisch zeigt sich der CSI 300, der die 300 größten börsennotierten Unternehmen Chinas abbildet – er legte um fast 30 % zu.

Für einige Hedgefonds, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, führte die plötzliche Kehrtwende zu erheblichen Problemen. Liangkui Asset Management, das rund 3 Milliarden Yuan (ca. 428 Millionen US-Dollar) verwaltet, erklärte in einem Schreiben an seine Investoren, dass eine „seltene technische Liquiditätserschöpfung“ zu chaotischen Verhältnissen geführt habe. In dem Schreiben, das Bloomberg vorliegt, spricht der Fonds davon, dass die Margin Calls „den letzten Tropfen auf den heißen Stein“ darstellten.

Als die Broker dann begannen, die Short-Positionen des Fonds zu liquidieren, verstärkte dies den Aufwärtsdruck an den Märkten weiter. Die Zwangsverkäufe zwangen die Fonds, sich aus ihren Positionen zurückzuziehen, was die ohnehin schon dynamische Rallye noch zusätzlich anheizte.

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