Das Währungspaar EUR/JPY verzeichnet in der frühen europäischen Sitzung am Dienstag moderate Gewinne nahe 183,50. Der Euro (EUR) legt gegenüber dem japanischen Yen (JPY) zu, da die Europäische Zentralbank (EZB) voraussichtlich ihre aktuelle Politik bis 2026 beibehalten wird, während die Bank of Japan (BoJ) nach einem starken Rückgang der CPI-Inflation in Tokio im Januar weniger Dringlichkeit für weitere Zinserhöhungen verspürt.
Darüber hinaus hat der japanische Premierminister Sanae Takaichi eine vorgezogene Parlamentswahl für den 8. Februar gefordert. Politische Unsicherheit in Japan und die Erwartungen an Takaichis reflationäre Politik könnten den JPY belasten und Rückenwind für das Paar schaffen.
Andererseits könnte das Aufwärtspotenzial für EUR/JPY aufgrund möglicher Interventionen der japanischen Behörden begrenzt sein. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Dienstag, dass sie weiterhin eng mit den US-Behörden koordinieren werde, falls erforderlich, basierend auf einer gemeinsamen Erklärung von Japan und den USA, die im September letzten Jahres veröffentlicht wurde, und angemessen reagieren werde.
Im Tageschart hält sich EUR/JPY über dem 100-Tage-EMA, was eine weiterhin positive mittelfristige Tendenz unterstreicht. Der Preis konsolidiert sich um den 20-Tage-SMA bei 184,00, und ein Schlusskurs über diesem Pivot könnte das Aufwärtsmomentum wiederherstellen. Der RSI bei 49,22 liegt nahe neutral und bestätigt den jüngsten Verlust an Impuls.
Bollinger-Bänder beginnen sich zu verengen, wobei das Paar unterhalb des mittleren Bands bleibt, was auf eine reduzierte Volatilität und eine leichte Abwärtsneigung hinweist. Das obere Band bei 185,80 begrenzt die Aufwärtsbewegungen, während das untere Band bei 182,20 Unterstützung bietet. Ein Ausbruch nach oben würde Raum für eine Fortsetzung schaffen, während ein Schlusskurs unterhalb der Unterstützung den Fokus auf den steigenden 100-Tage-EMA bei 180,08 lenken würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.