TradingKey - Japanische und südkoreanische Aktien stürzen zur Eröffnung ab; Kospi und Nikkei 225 von einer zweiten Welle von Panikverkäufen erfasst, wobei Samsung Electronics und SK Hynix beide um rund 4 % nachgeben, während Kioxia sich dem Trend widersetzt.
Im frühen asiatischen Handel am 8. Juli eröffneten die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte heute erneut schwächer. Dabei brach der südkoreanische KOSPI-Index um 3,34 % auf 7.400,24 Punkte ein und erreichte den niedrigsten Stand seit dem 26. Mai; der Nikkei 225 Index fiel um 1,34 % auf 67.341,86 Punkte und markierte damit den tiefsten Stand seit dem 15. Juni.
KOSPI-Index Chart, Quelle: TradingView
Bei den Einzelwerten gaben die Schwergewichte an den japanischen und südkoreanischen Märkten mit Ausnahme von Kioxia auf breiter Front nach. Dabei brach Samsung Electronics zur Eröffnung ein und fiel um 4,32 % auf 283.500 KRW; SK Hynix verlor 4,77 % und notierte mit 2.096.000 KRW nahe der Marke von 2 Millionen KRW; SoftBank fiel um 1,18 % auf 5.703 JPY; lediglich Kioxia legte zur Eröffnung um 1,16 % auf 73.240 JPY zu.
Nach dem gestrigen (7. Juli) Ausverkauf bei Samsung Electronics nach dem Motto „Sell the News“, der eine historische Handelsunterbrechung bei südkoreanischen Aktien auslöste, zeigten sich die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte im heutigen Frühhandel erneut schwach. Die Märkte in Japan und Südkorea wurden von einer zweiten Welle von Panikverkäufen erfasst und eröffneten auf breiter Front mit Kurslücken nach unten. Dies war nicht nur auf den anhaltenden Gewinnmitnahmedruck bei Chip-Aktien zurückzuführen, sondern auch auf den kollektiven Einbruch der US-Tech-Aktien und eine plötzliche Verschärfung der geopolitischen Lage.
Über Nacht verzeichnete der Philadelphia Semiconductor Index erneut deutliche Verluste, und der Nasdaq fiel um 1,8 %. Zudem startete das US-Militär eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran und hob gleichzeitig die Ausnahmeregelungen für die iranischen Ölsanktionen auf, was die Ölpreise um 6 % nach oben schnellen ließ. Diese beiden schweren makroökonomischen Rückschläge trafen die ohnehin fragilen japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte direkt zur Eröffnungsglocke.