MUFG-Analyst Lloyd Chan bleibt beim thailändischen Baht vorsichtig und hält an seiner Prognose fest, dass USD/THB bis zum Jahresende bei 34,00 liegt. Der Bericht argumentiert, dass Thailands Exportboom bei Elektronik durch schlechtere Terms of Trade, schwaches BIP-Wachstum, niedrige Zinsen der Bank of Thailand, anhaltende ausländische Portfolioabflüsse und zunehmende fiskalische Einschränkungen ausgeglichen wird. Dadurch bleibe der Baht weiter unter Abwärtsdruck.
„Wir bleiben beim THB vorsichtig und halten an unserer USD/THB-Prognose von 34,00 zum Jahresende fest. Zwar profitiert Thailand vom Technologiezyklus, doch stärkere Elektronikexporte reichen nicht aus, um sich verschlechternde Terms of Trade, schwaches Wachstum, niedrige Zinsen, anhaltende Portfolioabflüsse und zunehmende fiskalische Beschränkungen auszugleichen.“
„Thailands Elektronikboom sorgt für weniger Devisenunterstützung, als das Exportwachstum auf den ersten Blick vermuten lässt. Thailand ist Nettoimporteur von Halbleitern, die für die Elektronikproduktion benötigt werden. Steigende Chippreise und ein höherer Importanteil haben die Importrechnung im Elektronikbereich erhöht und begrenzen damit die Netto-Gewinne im Elektronikhandel.“
„Thailand steht vor einem breiteren Rohstoffschock, der die Außenbilanzen belastet. Die Terms of Trade sind auf ein 27-Jahres-Tief gefallen, bedingt durch höhere Preise für Energie, Metalle und Vorprodukte.“
„Das Wachstumsumfeld spricht für Spielraum nach oben bei USD/THB. Das Wachstum in den USA bleibt robust, während sich Thailands BIP-Wachstum im zweiten Quartal auf 1,9 Prozent im Jahresvergleich verlangsamte. Nettoexporte erwiesen sich dabei als erhebliche Belastung für Thailands Wachstum.“
„Der Leitzins der BoT liegt weiterhin nur bei 1,0 Prozent und dürfte dort bis Anfang 2027 bleiben, auch wenn die Fed die Zinsen angehoben hat und in den kommenden Monaten weiter straffen könnte. Niedrige BoT-Zinsen sowie eine Überbewertung des Baht, anhaltende Nettoabflüsse ausländischer Portfoliogelder und begrenzte fiskalische Spielräume zur Abfederung des Ölpreisschocks dürften den THB weiter unter Druck halten.“