Brown Brothers Harriman (BBH)-Stratege Elias Haddad berichtet, dass USD/CNH weiter nach unten driftet und den schwächsten Stand seit Januar 2023 erreicht hat. Der chinesische Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im August zwar moderat, die Inflation insgesamt bleibt jedoch gedämpft. Da der CPI hinter dem Erzeugerpreisindex (PPI) zurückbleibt und die Preissetzungsmacht der Unternehmen begrenzt ist, könnte ein stärkerer chinesischer Yuan (CNY) nach Einschätzung Haddads den Übergang zu stärker konsumgetriebenem Wachstum unterstützen. Damit bleibe der Abwärtstrend bei USD/CNH intakt.
„USD/CNH driftet weiter nach unten und erreicht den niedrigsten Stand seit Januar 2023. Chinas CPI steigt im August, doch die Inflation bleibt gedämpft. Die Gesamtinflation entsprach mit 0,8 % gegenüber dem Vorjahr dem Konsens, nach 0,5 % im Juli. Getrieben wurde der Anstieg von Kommunikationsausrüstung und Energie. Sowohl der Kern-CPI als auch der PPI übertrafen im August die Erwartungen und lagen bei 1,0 % gegenüber dem Vorjahr (Konsens: 0,9 %, zuvor: 0,9 %) beziehungsweise 3,8 % gegenüber dem Vorjahr (Konsens: 3,6 %, zuvor: 3,5 %).“
„Der im Vergleich zur PPI-Inflation gedämpfte CPI deutet darauf hin, dass Unternehmen nur begrenzte Preissetzungsmacht haben, um höhere Kosten an Verbraucher weiterzugeben. Das drückt auf die Gewinnmargen und unterstreicht die weiterhin schwache Binnennachfrage. Aus unserer Sicht kann eine anhaltende Aufwertung der chinesischen Währung dem Land helfen, sein Wachstumsmodell stärker auf den privaten Konsum auszurichten, indem günstigere Importe die verfügbaren Einkommen stützen. Fazit: Der Abwärtstrend bei USD/CNH ist intakt.“