Der Pharmakonzern Novartis (NVS) hat am Freitag einen Rückschlag bei der Entwicklung des Herz-Kreislaufmittels Pelacarsen gemeldet. Die Phase-III-Studie Lp(a)HORIZON verfehlte ihren primären Endpunkt.
Im Vergleich zu einem Placebo senkte Pelacarsen das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse nicht. Dazu zählten Todesfälle, nicht tödliche Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie dringende, mit einem Krankenhausaufenthalt verbundene Eingriffe zur Wiederherstellung der Durchblutung der Herzkranzgefäße.
Zwar reduzierte der Wirkstoff in der Studiengruppe den Lipoprotein(a)-Spiegel, kurz Lp(a). In der gesamten Studienpopulation ließ sich daraus jedoch keine nachweisbare Verringerung des Herz-Kreislauf-Risikos ableiten.
„Das sind nicht die Ergebnisse, die wir uns erhofft hatten. Sie liefern jedoch wichtige Erkenntnisse, die das wissenschaftliche Verständnis des Zusammenhangs zwischen einer Senkung von Lp(a) und kardiovaskulären Ergebnissen vertiefen. Zudem könnten sie künftige Ansätze zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Risiken unterstützen“, sagte Shreeram Aradhye, Entwicklungschef und Chief Medical Officer von Novartis.