Das Paar NZD/USD notiert am Montag im frühen europäischen Handel im negativen Bereich nahe 0,5875 und steht unter Druck durch einen festeren US-Dollar (USD). Händler erhöhen ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) auf der geldpolitischen Sitzung im September, nachdem die US-Arbeitsmarktdaten stärker als erwartet ausgefallen sind.
Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) zeigte am Freitag, dass die US Nonfarm Payrolls (NFP) im August um 162.000 gestiegen sind, nach einem nach oben revidierten Anstieg von 21.000 zuvor. Dieser Wert lag über der Markterwartung von 56.000. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote im selben Zeitraum unverändert bei 4,1%. Laut dem CME FedWatch Tool preisen Fed-Funds-Futures nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 60% für eine Zinserhöhung ein.
Eine dovishe Zinserhöhung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) könnte den neuseeländischen Dollar (NZD) belasten. Die RBNZ hatte in der vergangenen Woche beschlossen, den Official Cash Rate (OCR) um 25 Basispunkte (bps) auf 2,75% anzuheben. RBNZ-Gouverneurin Anna Breman erklärte, dass wahrscheinlich eine weitere Erhöhung folgen werde, die Entscheidungsträger jedoch Zeit gewinnen wollten, um die Auswirkungen der bisherigen Anhebungen zu beurteilen.
Analysten der Commerzbank weisen darauf hin, dass die RBNZ einen weithin erwarteten Schritt vollzogen habe, wobei die Zentralbank den Overnight Cash Rate (OCR) um 25 bp auf 2,75% „wie erwartet“ angehoben und bekräftigt habe, dass „eine schrittweise Rücknahme der geldpolitischen Impulse angemessen sei, um die Inflation nachhaltig zum Ziel zurückzuführen“. Die Bank hebt hervor, dass die Gesamtinflation zwar weiterhin erhöht sei, vor allem aufgrund der mit dem Nahen Osten verbundenen Treibstoffkosten, die meisten Kerninflationsmaße jedoch weiterhin innerhalb der Spanne von 1–3% der RBNZ lägen, was darauf hindeute, dass das Tempo weiterer Straffungen von der „Persistenz“ des Inflationsdrucks und der Stärke der binnenwirtschaftlichen Erholung abhängen werde.
Im Tages-Chart bewegt sich NZD/USD zwischen nahegelegenen strukturellen Bandbreiten, hält sich oberhalb des 100-Tage-Durchschnitts (MA), notiert aber weiterhin unter dem mittleren Bollinger-Band. Diese Konstellation deutet zusammen mit einem 14-Tage Relative Strength Index (RSI) um einen neutralen Wert von 48 auf einen kurzfristig konsolidierenden Ton hin, wobei der Kurs in einer Spanne gefangen ist, statt einen klaren Richtungsbruch zu zeigen.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim mittleren Bollinger-Band um 0,5910. Das nächste Kursziel auf der Oberseite befindet sich beim oberen Bollinger-Band weiter oben nahe 0,5985.
Auf der Unterseite bietet der 100-Tage-MA bei etwa 0,5845 die erste Unterstützung, vor dem unteren Bollinger-Band knapp unter 0,5830, das nachgeben müsste, um eine tiefere Korrekturbewegung zu signalisieren. Ein Bruch unter dieses Niveau könnte das Tief vom 27. Juli bei 0,5771 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.