RaboResearch Global Economics & Markets analysiert die Entscheidung der Bank of England, den Leitzins bei 3,75 Prozent zu belassen. Die Entscheidung fiel mit einer Stimmenverteilung von 7 zu 2, wobei sich zwei Mitglieder für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte aussprachen. Der deutliche Rückgang der Energiepreise deutet darauf hin, dass die Inflation ihren Höchststand unter den bisherigen Prognosen erreichen könnte. Risiken auf der Oberseite bei den Energiepreisen sowie mögliche Zweitrundeneffekte veranlassen den geldpolitischen Ausschuss jedoch weiterhin zu Vorsicht. RaboResearch rechnet inzwischen nicht mehr mit weiteren Zinserhöhungen im Jahr 2026.
„Wie erwartet hat die Bank of England die Zinsen bei 3,75 Prozent belassen. Die Abstimmung fiel mit 7 zu 2 Stimmen aus, wobei Huw Pill und Megan Greene eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte befürworteten.“
„Der starke Rückgang der Energiepreise hat die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Inflation ihren Höchststand deutlich unter dem günstigsten Szenario erreicht, das im April-Bericht skizziert wurde.“
„Dennoch ist der geldpolitische Ausschuss weiterhin der Auffassung, dass die Risiken für die Energiepreise eher nach oben gerichtet sind. Zudem ist es noch zu früh, um beurteilen zu können, ob Zweitrundeneffekte tatsächlich eintreten werden.“
„Da die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für solche Effekte nicht besonders förderlich erscheinen, haben wir unsere Erwartung einer Zinserhöhung aufgegeben. Der Markt preist bis zum Jahresende jedoch weiterhin insgesamt 31 Basispunkte ein.“
„Wir gehen nun davon aus, dass der Leitzins für den Rest des Jahres unverändert bleiben wird.“