Britisches Pfund erholt sich vom Einmonats-Tief gegenüber JPY aufgrund positiver Daten; noch nicht über den Berg

Quelle Fxstreet
  • GBP/JPY zieht zum dritten Tag in Folge Verkäufer an, zeigt jedoch keine Fortsetzung.
  • Die positiven britischen Einzelhandelsumsätze verschaffen dem GBP etwas Erleichterung und stützen die Kassapreise.
  • Die politische Turbulenz im Vereinigten Königreich und die divergierenden geldpolitischen Erwartungen der BoE und BoJ begrenzen das Währungspaar.

Das GBP/JPY-Kreuz zieht am Freitag zum dritten Tag in Folge Verkäufer an, findet jedoch etwas Unterstützung vor einem Einmonatstief, das am Vortag nach der Veröffentlichung der positiven britischen Daten erreicht wurde. Dennoch bleiben die Kassapreise auf Kurs, um schwere Wochenverluste zu verzeichnen, und notieren derzeit knapp unter der runden Marke von 213,00.

Das britische Office for National Statistics (ONS) berichtete, dass die Einzelhandelsumsätze im Mai um 1,2 % gewachsen sind, womit der revidierte Rückgang von 1,0 % im Vormonat umgekehrt und die Schätzungen von 0,5 % übertroffen wurden. Darüber hinaus übertrafen auch die Kern-Einzelhandelsumsätze die Erwartungen und stiegen im Berichtsmonat um 1,2 % im Vergleich zu einem nach oben revidierten Rückgang von 0,1 % im April. Die Daten verschaffen dem Britischen Pfund (GBP) etwas Erleichterung und helfen dem GBP/JPY-Kreuz, sich um fast 50 Pips von den Niveaus knapp unterhalb der Mitte der 212,00er-Marke zu erholen.

Dennoch könnten anhaltende inländische politische Risiken sowie geringere Wetten auf Zinserhöhungen durch die Bank of England (BoE) die GBP-Bullen davon abhalten, aggressive Wetten abzuschließen. Der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, gewann eine entscheidende Nachwahl im Parlament im Norden Englands, was den Weg ebnet, um den britischen Premierminister Keir Starmer zu stürzen. Burnham sagte, das Ergebnis könne ein „Wendepunkt“ für die britische Politik sein, und erklärte seiner Partei, dies sei die letzte Chance, die Richtung zu ändern.

Unterdessen haben Händler ihre Erwartungen an Zinserhöhungen der BoE nach der Veröffentlichung schwächerer Inflationszahlen in dieser Woche zurückgeschraubt. Hinzu kommt, dass das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran die Sorgen über einen Energieschock milderte und die Ansicht stützt, dass die BoE die Zinsen in den kommenden Monaten stabil halten wird. Im Gegensatz dazu zeigten die heute veröffentlichten Protokolle der April-Sitzung der Bank of Japan (BoJ), dass einige Vorstandsmitglieder eine schnellere Zinserhöhung forderten, um zu vermeiden, dass die zugrunde liegende Inflation überschießt.

Darüber hinaus halten Erwartungen, dass höhere Inputpreise für Unternehmen letztlich an die Verbraucher weitergegeben werden und die Inflation anheben, eine weitere geldpolitische Normalisierung der BoJ fest auf der Agenda. Tatsächlich sagte BoJ-Vizegouverneur Himino, dass die Zentralbank voraussichtlich weiterhin die Zinsen anheben wird, basierend auf wirtschaftlichen, preislichen und finanziellen Trends. Dies, zusammen mit Spekulationen, dass die Behörden erneut eingreifen werden, um den japanischen Yen (JPY) zu stützen, sollte dazu beitragen, eine weitere Erholung des GBP/JPY-Kreuzes zu begrenzen.

Wirtschaftsindikator

Einzelhandelsumsätze (Monat)

Die Einzelhandelsumsätze, die monatlich vom Office for National Statistics veröffentlicht werden, messen das Volumen der Warenverkäufe von Einzelhändlern in Großbritannien direkt an Endkunden. Veränderungen der Einzelhandelsumsätze werden weithin als Indikator für den privaten Konsum verfolgt. Prozentuale Veränderungen spiegeln die Änderungsrate dieser Verkäufe wider, wobei der MoM-Wert die Verkaufsvolumina im Referenzmonat mit dem Vormonat vergleicht. Im Allgemeinen wird ein hoher Wert als bullish für das Pfund Sterling (GBP) angesehen, während ein niedriger Wert als bärisch gilt.

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Letzte Veröffentlichung: Fr Juni 19, 2026 06:00

Häufigkeit: Monatlich

Aktuell: 1.2%

Prognose: 0.5%

Vorher: -1.3%

Quelle: Office for National Statistics

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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