Der Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB) und Leiter der belgischen Zentralbank, Pierre Wunsch, sagte am Freitag, dass die Zentralbank die Zinssätze senken könnte, wenn sich die Dynamik ändert.
Die EZB könnte die Zinsen senken, wenn sich die Dynamik ändert.
Wenn die Daten nicht in die richtige Richtung gehen, würde ich für eine zweite Zinserhöhung im Juli plädieren.
Wenn wir eine höhere Inflation im Dienstleistungssektor sehen, könnten wir eine weitere Erhöhung um 25 Basispunkte vornehmen, um auf der sicheren Seite zu sein.
Fordert eine bedingte Orientierung bei den Zinsen.
Wenn die Daten uneindeutig sind, sehe ich keinen Grund zur Eile.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.