WTI hält Verluste nahe 75,50 USD aufgrund nachlassender Angebotsbedenken
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WTI fällt, da Händler die potenziellen Auswirkungen eines bevorstehenden US-Iran-Friedensabkommens auf die weltweiten Ölversorgung abwägen.
Drei iranische Tanker passierten diese Woche sicher die US-Seekriegsblockade, während ein leerer Tanker in Richtung Golf fährt.
Der Benchmark Dubai fiel erstmals seit Januar in Contango, da die Differenziale von Oman und Murban zu Abschlägen wurden.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl bleibt zum fünften Tag in Folge gedämpft und wird am Mittwoch während der europäischen Handelszeiten bei rund 75,60 USD pro Barrel gehandelt. Die Rohölpreise sanken, da die Anleger die Auswirkungen eines bevorstehenden Friedensabkommens zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran bewerteten. Das Abwärtsmomentum am Markt wurde jedoch teilweise durch die anhaltende Unsicherheit bezüglich der vollständigen Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die kritische Straße von Hormus abgefedert.
Die USA und der Iran sollen an diesem Freitag in der Schweiz ein Zwischenabkommen unterzeichnen, das Teheran umfangreiche wirtschaftliche Anreize gewährt und den Weg für eine sofortige Wiederaufnahme der iranischen Ölexporte ebnet. In Erwartung der formellen Unterzeichnung zeigen Schifffahrtsdaten, dass mindestens drei Tanker mit iranischem Öl diese Woche bereits erfolgreich die US-Seekriegsblockade durchbrochen haben, während ein vierter, leerer Tanker derzeit auf dem Weg zum Golf von Oman ist.
Trotz dieses diplomatischen Fortschritts warnen Experten, dass eine physische Erholung Zeit benötigen wird. Die Märkte bauen den eingebetteten geopolitischen Risikoaufschlag in den Ölpreisen weitgehend ab, doch der Weg zur Normalisierung bleibt alles andere als einfach. Während politische Vereinbarungen reibungslos voranschreiten, hat der tatsächliche physische Tankerverkehr durch die Straße von Hormus noch nicht vollständig das Ausgangsniveau erreicht.
Dieser sich wandelnde Angebotsausblick führte dazu, dass der breitere Rohölmarkt im Nahen Osten diese Woche deutlich schwächer wurde, wobei wichtige Benchmarks in tiefe Abschläge rutschten. Reuters-Daten zeigten, dass die Prämie des Benchmark Dubai gegenüber Swaps am Dienstag in einen Abschlag von 46 Cent fiel, was die erste Contango-Struktur seit Januar markiert. Ebenso drehten die Differenziale von Spot Oman und Murban in Abschläge von 67 bzw. 49 Cent. Diese weit verbreitete Verschiebung in Contango, eine Marktstruktur, bei der kurzfristige Lieferungen mit Abschlag gegenüber späteren gehandelt werden, ist ein klares Signal an die Anleger, dass die kurzfristigen globalen Lieferungen reichlich werden.
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