Die Inflation auf den Philippinen dürfte nach Einschätzung von Radhika Rao von DBS Group Research weiter über das Ziel der Zentralbank Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) hinaus anziehen. Treiber seien vor allem höhere Lebensmittel- und Energiekosten sowie die Schwäche der Landeswährung. Zugleich verweist sie auf eine gewisse Entspannung bei den kurzfristigen Preisdynamiken durch niedrigere Kraftstoffpreise und geringere Versorgerkosten. Nach Ansicht von Rao werden die Inflationsentwicklungen auch von politischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Die BSP dürfte die Zinsen im laufenden Jahr daher weiter anheben.
„Die für Freitag erwarteten Inflationsdaten der Philippinen dürften einen Anstieg auf über 8 Prozent im Jahresvergleich zeigen, nach 7,2 Prozent im Vormonat. Damit läge die Teuerungsrate deutlich über dem Zielkorridor der BSP von 2,0 bis 4,0 Prozent.“
„Der Aufwärtsdruck dürfte vor allem von Lebensmitteln wie Reis, Gemüse und Fleisch, höheren inländischen Kraftstoffpreisen im Vergleich zum Vorjahr sowie einer schwachen Landeswährung ausgegangen sein.“
„Der Preisdruck gegenüber dem Vormonat dürfte sich allerdings infolge der jüngsten Senkung der inländischen Kraftstoffpreise, einer Abschwächung in einigen Lebensmittelsegmenten sowie leicht gesunkener Versorgertarife etwas verringert haben.“
„Die Ergebnisse werden teilweise durch politische Maßnahmen beeinflusst, wobei Unterschiede bei der Verbraucherpreisinflation unterschiedliche Niveaus staatlicher Unterstützung und Weitergabemechanismen widerspiegeln.“
„Wir erwarten, dass sowohl die BSP als auch die BI die inländischen Zinsen im Laufe dieses Jahres weiter anheben werden.“