Der US-Dollar (USD) setzt am Mittwoch seine positive Entwicklung zum dritten Mal in Folge fort, hebt dabei den US Dollar Index (DXY) in die Nähe von Zweimonatshochs um 99,50 und öffnet damit kurzfristig die Tür für einen möglichen Test der psychologischen Marke von 100,00.
Der US-Dollar gewinnt seit Anfang Juni an frischem Schwung, gestützt durch die anhaltende Unsicherheit rund um die Krise im Nahen Osten sowie das übliche Hin und Her aus dem Weißen Haus.
Ein weiterer Faktor, der den Vorstoß des Greenbacks unterstützt, ist die Neubewertung des geldpolitischen Kurses der Federal Reserve (Fed) für dieses Jahr durch die Investoren. Tatsächlich ist eine direkte Folge des US-Iran-Hormuz-Konflikts der starke Anstieg der Rohölpreise, der wiederum die Erwartungen an eine höhere Inflation in den kommenden Monaten befeuert hat.
Dies hat die wachsende Ansicht verstärkt, dass die Fed ihre restriktive Geldpolitik länger aufrechterhalten muss, eine Botschaft, die viele Fed-Vertreter in den letzten Wochen vermittelt haben.
Zurück zur Inflation: Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, sagte in früheren Äußerungen, die Inflation sei „ziemlich stark“ gestiegen, während er feststellte, dass der Arbeitsmarkt gesund bleibe. Er äußerte zudem Zuversicht, dass die Energiepreise sich letztlich entspannen werden, räumte aber ein, dass die Aufwärtsrisiken für die Inflation zugenommen haben.
Schließlich hat eine stetige Reihe positiver Wirtschaftsdaten den Greenback weiterhin gestützt und die Erzählung des US-Exzeptionalismus im Vergleich zu seinen wichtigsten Wettbewerbern verstärkt.
Die Märkte erhielten am Mittwoch eine weitere Ladung ermutigender Zahlen. Der ADP-Bericht zeigte, dass der US-Privatsektor im Mai 122.000 Arbeitsplätze hinzufügte und damit die Markterwartungen deutlich übertraf. Gleichzeitig überraschte der ISM Services PMI mit einem Anstieg auf 54,5 und deutet auf eine anhaltende Widerstandsfähigkeit im Dienstleistungssektor hin.
Und erneut steht die Inflationsgeschichte im Fokus: Der ISM Services Prices Paid Index stieg auf 71,3, den höchsten Wert seit August 2022, was die Befürchtung verstärkt, dass der Preisdruck hartnäckiger sein könnte als zuvor erwartet.
Im Tageschart notiert der Dollar Index Spot bei 99,52. Die kurzfristige Tendenz ist leicht bullisch, da der Kurs über den 55-, 100- und 200-Tage einfachen gleitenden Durchschnitten liegt, die knapp unter 99,00 gebündelt sind, und zudem leicht über einer horizontalen Unterstützung bei 99,50 notiert. Der Relative Strength Index um 60 deutet auf eine festigende Aufwärtsdynamik hin, obwohl der Average Directional Index nahe 18 signalisiert, dass der Trend relativ schwach ist und anfällig für Schwankungen bleibt.
Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand bei 100,39, gefolgt von einer nahegelegenen Barriere bei 100,64, während eine stärkere Hürde höher bei 101,98 liegt. Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung bei 99,50 gesehen, gefolgt vom 55-Tage-SMA um 98,95 und dem breiteren gleitenden Durchschnittsband zwischen dem 100-Tage-SMA bei 98,56 und dem 200-Tage-SMA bei 98,60, bevor weiter entfernte Unterstützungen bei 97,62 und in der Mitte der 95,00er liegen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)