Die Devisenstrategen Sim Moh Siong und Christopher Wong von OCBC verweisen darauf, dass der chinesische Yuan in diesem Jahr gegenüber dem US-Dollar bereits um 3,3 Prozent zugelegt hat. Damit habe die chinesische Währung ihre asiatischen Pendants übertroffen und auch im CFETS-Währungskorb an Stärke gewonnen. Als Ursachen nennen die Experten eine robuste Auslandsnachfrage sowie verstärkte Fremdwährungsumrechnungen durch Unternehmen. Die Behörden würden eine weitere Aufwertung offenbar tolerieren, auch wenn die Zugewinne begrenzt bleiben dürften und sich während der Dividendenzahlungssaison kurzfristig verlangsamen könnten.
„Der Yuan hat seit Jahresbeginn gegenüber dem US-Dollar um 3,3 Prozent zugelegt, damit besser abgeschnitten als andere asiatische Währungen und die negativen Auswirkungen hoher Ölpreise auf die Handelsbedingungen weitgehend abgeschüttelt.“
„Die Stärke zeigt sich auch im CFETS-Währungskorb, der sich inzwischen den Höchstständen von Anfang 2025 nähert.“
„Die wichtigsten Treiber bleiben eine solide Auslandsnachfrage sowie eine verstärkte Umrechnung von Fremdwährungsbeständen durch Unternehmen.“
„Die Behörden scheinen mit einer weiteren Aufwertung gut leben zu können, um die Internationalisierung des Renminbi zu unterstützen und Bedenken hinsichtlich einer Unterbewertung abzubauen.“
„Die Währungsgewinne dürften sich fortsetzen, angesichts der schwachen Binnennachfrage und der starken Abhängigkeit von den Exporten jedoch in einem moderaten Rahmen bleiben.“