Das Paar EUR/USD handelt im frühen europäischen Handel am Donnerstag marginal höher auf fast 1,1600. Das wichtige Währungspaar steigt leicht an, liegt aber nahe dem Tief vom Mittwoch, was darauf hindeutet, dass der Ausblick weiterhin unsicher ist.
Der Euro steht insgesamt unter Druck, da höhere Energiepreise aufgrund der Nahostkrise die Attraktivität von Währungen aus Volkswirtschaften, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, gemindert haben.
In Bezug auf die Geldpolitik sind die Anleger uneins darüber, ob die Europäische Zentralbank (EZB) auf der Sitzung die Zinsen anheben wird; jedoch ist sehr wahrscheinlich, dass sie intensiv über eine Straffung der Geldpolitik aufgrund höherer Inflationsdrucke diskutieren wird.
Im Mai lagen der Gesamt- und der Kern-Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) mit 3,2 % bzw. 2,5 % im Jahresvergleich höher.
Unterdessen fällt der US Dollar Index (DXY) auf fast 99,45, liegt aber weiterhin nahe seinem über acht Wochen hohen Stand von 99,55. Der DXY zeigt sich insgesamt fest, da die USA und der Iran Schwierigkeiten haben, eine Einigung zu erzielen. In Zukunft werden sich die Anleger auf die US Nonfarm Payrolls (NFP) für Mai konzentrieren, die am Freitag veröffentlicht werden.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts steigt EUR/USD auf etwa 1,1600. Der kurzfristige Ton des Paares bleibt jedoch bärisch, da es unter dem 20-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 1,1646 notiert.
Der Relative Strength Index (RSI) bei rund 43 tendiert nach unten, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer trotz der jüngsten Stabilisierung des Preises die Kontrolle behalten.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 20-Tage-EMA nahe 1,1646, und ein Tagesschluss über dieser Marke wäre erforderlich, um den unmittelbaren Abwärtsdruck zu verringern. Auf der Unterseite könnte das Paar auf 1,1500 fallen, wenn es unter das Tief vom 21. Mai bei 1,1576 fällt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) misst die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen in der Eurozone. Er wird monatlich von Eurostat veröffentlicht und ist deshalb „harmonisiert“, weil in allen Mitgliedstaaten die gleiche Erhebungsmethodik angewendet wird und die Ergebnisse entsprechend gewichtet werden. Die sogenannte Kernrate des HVPI schließt stark schwankende Komponenten wie Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak aus. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres verändert haben. Der Kern-HVPI ist ein wichtiger Indikator für die Inflation und die Entwicklung der Kaufkraft. Ein hoher Wert wird im Allgemeinen als positiv (bullish) für den Euro (EUR) interpretiert, ein niedriger Wert hingegen als negativ (bärisch).
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Di Juni 02, 2026 09:00 (Zuvor)
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Quelle: Eurostat