USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen letzte Woche auf 215.000

Quelle Fxstreet
  • Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen auf 215.000 gegenüber der Vorwoche.
  • Die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen auf 1,786 Mio.

Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des US-Arbeitsministeriums (DOL) stieg die Zahl der US-Bürger, die neue Anträge auf Arbeitslosenversicherung stellen, in der Woche bis zum 23. Mai auf 215.000. Der jüngste Wert lag über den ersten Schätzungen und war höher als die 210.000 der Vorwoche (revidiert von 209.000).

Darüber hinaus stieg der 4-Wochen-Durchschnitt um 6.250 und liegt nun bei 209.000 gegenüber dem revidierten Durchschnitt der Vorwoche (202.750).

Der Bericht zeigte außerdem, dass die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 16. Mai um 15.000 auf 1,786 Mio. gestiegen sind.

Marktreaktion

Der Greenback notiert mit marginalen Gewinnen angesichts anhaltender Unsicherheit im geopolitischen Umfeld, wobei der US-Dollar-Index (DXY) den Bereich um 99,20 in einem Umfeld weit verbreiteter Richtungsunsicherheit im Risikokomplex durchläuft.

Arbeitsmarkt - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.

Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.

Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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