Fed-Mitglied Kashkari: Risiko für die US-Inflation jetzt höher als Risiko einer Verschlechterung des Arbeitsmarkts

Quelle Fxstreet

Der Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Neel Kashkari, sagte in der europäischen Handelssitzung am Mittwoch, dass die Hauptsorge der Zentralbank derzeit eine höhere Inflation in den Vereinigten Staaten (US) sei als sich verschlechternde Arbeitsmarktbedingungen; jedoch müsse die Zentralbank beiden Beachtung schenken.

Weitere Bemerkungen

Die Fed sollte künftig eine neutrale Geldpolitik verfolgen.

Die meisten US-Daten, die seit meinem Widerspruch im April veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Inflationsrisiken höher und nicht niedriger sind.

Es ist viel zu früh, um eine Prognose darüber abzugeben, wann der nächste Fed-Schritt erfolgen könnte, als ich zu den Marktwetten auf eine Zinserhöhung im Oktober befragt wurde.

Die inflationsbedingte Schockwelle, die durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöst wurde, könnte anhalten.

Besorgnis darüber, dass die globale Inflation in den Anleihemarkt einfließt.

 Marktreaktion

Nach den Äußerungen von Fed-Chef Kashkari war beim US-Dollar (USD) ein marginaler Verkaufsdruck zu beobachten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird der US Dollar Index (DXY) 0,1 % niedriger bei rund 99,05 gehandelt.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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