Die stellvertretende Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), Sarah Hunter, sagte, dass die Zentralbank besorgt ist, dass höhere Energiekosten aufgrund des angespannten Zustands der heimischen Wirtschaft schnell auf die Verbraucherpreise durchschlagen könnten, was möglicherweise eine erhebliche Verschiebung der Inflationserwartungen bewirken würde, berichtete Reuters am Dienstag.
Es wird erwartet, dass Unternehmen die gestiegenen Ölpreise schnell weitergeben.
Einige Firmen planen, die Einzelhandelspreise zu erhöhen, insbesondere im Baugewerbe.
Unsere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Weitergabe schneller und umfassender erfolgen wird.
Die Prognosen gehen davon aus, dass die Golfkrise bald gelöst wird.
Das Risiko steigender Inflationserwartungen ist erhöht.
Der jüngste Anstieg der Ölpreise ist besonders schwer zu bewältigen.
Der Schock tritt angesichts hoher Kapazitätsgrenzen und inländischer Kostendrucke auf.
Der Konflikt im Nahen Osten ist ein klarer externer Schock.
Inflationsrisiken werden sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite gesehen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar AUD/USD im Tagesverlauf 0,27 % höher bei 0,7168.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.
Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.
Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.
Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.
Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.