Der EZB-Politiker und Gouverneur der Zentralbank von Irland, Gabriel Makhlouf, erklärte während der europäischen Handelszeiten am Freitag, dass die Zentralbank keinen vorab festgelegten Zinspfad habe und die Entscheidung von Sitzung zu Sitzung getroffen werde.
Ich denke nicht, dass die EZB eine Straffungsneigung hat.
Zwei Zinserhöhungen sind Teil des Basisszenarios der EZB.
Wenn die Fakten zu Maßnahmen führen, wird die EZB handeln.
Man muss die Fakten genau beobachten, die Entscheidung fällt im April.
Kein vorab festgelegter Zinspfad.
Entschlossen, das Inflationsziel von 2 % zu erreichen.
Bewältigung extremer Unsicherheit.
Die Äußerungen von EZB-Makhlouf scheinen keine Auswirkungen auf den Euro (EUR) zu haben. EUR/USD liegt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts jedoch 0,4 % niedriger bei rund 1,1540.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.