Während der europäischen Handelszeiten äußerten sich EZB-Beamte: François Villeroy de Galhau und Madis Muller zu Inflation und geopolitischer Unsicherheit.
Die EZB wird wachsam bleiben.
Wir stehen vor Unsicherheiten.
Wir haben die Fähigkeit, bei Bedarf zu handeln.
Die aktuelle Situation ist nicht beispiellos.
Die Inflation wird wahrscheinlich etwas höher sein.
Der Euro (EUR) hat positiv auf die Kommentare einer Reihe von EZB-Beamten nach der Blackout-Periode reagiert. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels liegt EUR/USD bei etwa 1,1572 und damit 0,14 % niedriger, hat sich aber von seinem Intraday-Tief bei 1,1552 erholt.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.