BNP Paribas sieht die Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa trotz schrumpfender Bevölkerung und rückläufiger Erwerbsbevölkerung weiterhin robust aufgestellt. Die Bank verweist auf anhaltende Unterstützung durch EU-Mittel, vergleichsweise starke Produktivitätszuwächse sowie eine gut ausgebildete Arbeitnehmerschaft. Zugleich werden mittelfristige Risiken für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum durch eine sich verschlechternde demografische Entwicklung bis 2030 hervorgehoben.
„Bis 2030 dürften sich die demografischen Trends weiter verschlechtern, was Bedenken hinsichtlich steigenden Lohndrucks, eines Verlusts an Wettbewerbsfähigkeit und einer strukturellen Abschwächung des potenziellen Wachstums aufwirft.“
„Trotz demografischer Belastungen haben sich die Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas bislang recht gut entwickelt, vor allem aufgrund mehrerer Schlüsselfaktoren:“
„Die Unterstützung durch EU-Mittel dürfte anhalten, und diese Länder werden mittelfristig weiterhin Nettoempfänger bleiben.“
„In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Produktivität stärker gestiegen als die Lohnkosten.“
„Dies hat es den Ländern Mittel- und Osteuropas ermöglicht, Marktanteile in Deutschland zu gewinnen und zugleich eine deutliche wirtschaftliche Annäherung an entwickelte Volkswirtschaften zu erreichen.“