Das Währungspaar EUR/USD setzt den Abwärtstrend fort und fällt in den frühen europäischen Stunden am Freitag unter 1,1500, um auf Niveaus zu handeln, die zuletzt im November 2025 gesehen wurden, während der US-Dollar (USD) in einem risikoscheuen Umfeld frische Nachfrage nach sicheren Anlagen findet.
Der Iran-Krieg hat kein Ende in Sicht, da die Spannungen täglich zunehmen. Die neuesten Informationen zeigen, dass die Straße von Hormuz von iranischen Streitkräften geschlossen bleibt, während der neue Oberste Führer, Mojtaba Khamenei, erklärte, dass die Straße als Druckmittel gegen den Feind geschlossen bleiben sollte und fügte hinzu, dass Iran das Blut seiner Märtyrer rächen werde. Er sagte auch, dass Angriffe "unvermeidlich" fortgesetzt werden.
Die Bedenken über unterbrochene Energieversorgung führten dazu, dass Brent-Öl über 100 USD pro Barrel gehandelt wurde, während West Texas Intermediate (WTI) Öl die Marke von 90 USD überschritt
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.