US-Dollar sieht fest aus, zielt auf 100,00 angesichts geopolitischer Spannungen

Quelle Fxstreet
  • Der US-Dollar gewinnt an zusätzlichem Tempo und klettert auf Mehrmonatshochs.
  • Der geopolitische Faktor unterstützt weiterhin den sicheren Hafen.
  • US PCE, Q4 BIP-Daten stehen als Nächstes im US-Kalender an.

Der Greenback gewinnt am Donnerstag weiter an Tempo und übersteigt dabei deutlich die 99,00-Marke, um frische Mehrmonatshochs zu erreichen, während er sich der psychologischen 100,00-Marke nähert, wenn er vom US-Dollar-Index (DXY) verfolgt wird.

Geopolitik stützt den Anstieg

Tatsächlich hat der Index nun den dritten Tag in Folge zugelegt und ebnet den Weg für zusätzliche kurzfristige Gewinne. In der Zwischenzeit unterstützt das aktuelle Flucht-in-sichere-Häfen-Umfeld, gepaart mit einem Anstieg der US-Staatsanleihenrenditen, den Dollar weiterhin.

Zurück zur Geopolitik: Die anhaltenden Spannungen an der US-Israel-Iran-Front treiben die Nachfrage nach sicheren Anlagen, wobei der Greenback weiterhin besser abschneidet als seine Konkurrenten.

Auf der Agenda sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die in der Woche bis zum 3. März leicht auf 213K gesunken sind, was unter den Erwartungen liegt und den Greenback von der heimischen Seite unterstützt.

In der kommenden Woche sollten die Inflation, gemessen am PCE, eine weitere Revision der Q4 BIP-Zahlen und der vorläufige U-Mich-Daten den Ton angeben.

Wie sieht es mit den technischen Aspekten aus?

Die nächste Aufwärtsbewegung für den DXY kommt bei der psychologischen 100,00-Barriere. Sobald dieser Bereich überwunden ist, könnte der Index versuchen, sich in Richtung des November-Hochs 2025 bei 100,39 (21. November) zu bewegen, bevor er das Mai-Hoch 2025 bei 101,97 (12. Mai) ansteuert.

Auf der anderen Seite könnte der Verlust der kritischen 200-Tage-SMA bei 98,34 den Weg für einen tieferen Rückgang zur vorläufigen 55-Tage-SMA bei 98,05 ebnen, vor dem Februar-Boden bei 96,49 (11. Februar) und dem Tief von 2026 bei 95,55 (27. Januar).

Inflation - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.

Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.

Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.


Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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