Thu Lan Nguyen von der Commerzbank betont, dass jüngste Konjunkturdaten aus Großbritannien nach der knappen Entscheidung der Bank of England, die Zinsen unverändert zu lassen, an Bedeutung gewonnen haben. Arbeitsmarkt- und Inflationszahlen könnten die Wechselkurse des Pfund Sterling deutlich bewegen. Eine Kombination aus schwacher Beschäftigung und nachlassender Inflation dürfte die Erwartungen an Zinssenkungen der Notenbank erhöhen und das Pfund belasten.
„Nach der äußerst knappen Zinsentscheidung der Bank of England (die Zinsen unverändert zu lassen) Anfang Februar dürften Wirtschaftsdaten aus dem Vereinigten Königreich derzeit mit großem Interesse verfolgt werden. In diesem Zusammenhang könnten die heutigen Arbeitsmarktdaten und insbesondere die morgigen Inflationszahlen für Bewegung bei den GBP-Wechselkursen sorgen.“
„Derzeit befindet sich die BoE gewissermaßen in einem Dilemma. Die Wirtschaft hat zuletzt Schwächesignale gezeigt (insbesondere am Arbeitsmarkt). Gleichzeitig erweist sich die Inflation als hartnäckig, auch wenn es zuletzt einige positive Überraschungen gab.“
„Nicht zuletzt aus diesem Grund haben sich die Währungshüter bislang sehr zurückhaltend bei Zinssenkungen gezeigt. Sollte sich der Trend eher enttäuschender Beschäftigungszahlen fortsetzen und die Inflation (erneut) negativ überraschen, könnten die Erwartungen an Zinssenkungen (auch über März hinaus) neuen Auftrieb erhalten und das Pfund unter Druck setzen.“