Wale – also Wallets mit Beständen von 10.000 bis 100.000 ETH – haben ihre Kaufaktivität in der vergangenen Woche pausiert. Die langfristige Akkumulation bleibt jedoch ausgeprägt. Mit der beschleunigten Preisschwäche von ETH nahm die Gruppe wieder Käufe auf und hat seit dem 4. Februar insgesamt 840.000 ETH eingesammelt.
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Im Gegensatz dazu verzeichneten Privatanleger – vor allem Wallets mit 100 bis 1.000 sowie 1.000 bis 10.000 ETH – zu Beginn der vergangenen Woche eine kurze Phase der Akkumulation, kehrten im weiteren Wochenverlauf jedoch zur Distribution zurück.
Insgesamt bleibt die Verkaufsaktivität erhöht. Die Ethereum-Exchange-Reserven, die das gesamte ETH-Angebot auf Handelsplätzen messen, sind in den vergangenen fünf Tagen gestiegen. In diesem Zeitraum nahmen die Bestände um mehr als 180.000 ETH zu, was auf wachsenden Verkaufsdruck hindeutet.
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Ein ähnliches Bild zeigt sich bei US-Spot-ETH-ETFs. Diese verzeichneten laut Daten von SoSoValue die vierte Woche in Folge Nettoabflüsse im Volumen von insgesamt 161,1 Millionen Dollar. Die Zahlen deuten darauf hin, dass der Verkaufsdruck institutioneller Investoren anhält, sich jedoch gegenüber dem Monatsbeginn abgeschwächt hat.
Die anhaltenden Verkäufe erfolgen vor dem Hintergrund, dass ETH den Realized Price – also die durchschnittliche Kostenbasis der Investoren – nicht zurückerobern konnte. Historisch blieb der Preis häufig unter Druck, solange ETH unter dieser Marke notierte.
Am Derivatemarkt ist die Hebelwirkung bislang nicht zurückgekehrt. Das Open Interest sank leicht auf 11,76 Millionen ETH. Gleichzeitig bleiben die Funding Rates negativ, was laut Coinglass-Daten auf eine zunehmende Short-Positionierung hindeutet.
Ethereum verzeichnete in den vergangenen 24 Stunden Liquidationen im Umfang von 71 Millionen Dollar. Davon entfielen laut Coinglass 47 Millionen Dollar auf Long-Positionen.
Im Tageschart wird ETH/USDT bei 1.982 Dollar gehandelt. Der 20-Tage-Exponentielle Gleitende Durchschnitt (EMA) zeigt bei 2.223 Dollar weiter nach unten, was den bärischen Trend bestätigt und Erholungsversuche begrenzt. Solange der Kurs unter diesem Niveau bleibt, dominiert kurzfristig ein belastetes Bild. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 33 unterhalb der Mittellinie und signalisiert schwaches Momentum ohne klares Überverkauft-Signal. Ein unmittelbarer Widerstand liegt bei 2.107 Dollar, während die Unterstützung bei 1.741 Dollar verläuft.

Da der Durchschnitt weiter abwärtsgerichtet ist, könnten Erholungen vor dem 20-Tage-EMA ins Stocken geraten. Das Risiko bleibt damit zunächst auf die Unterstützung bei 1.741 Dollar gerichtet, gefolgt von 1.404 Dollar. Auf der Oberseite könnte ein stabiler Schlusskurs über dem 20-Tage-EMA das technische Bild aufhellen. In diesem Fall würde der Bereich um 2.388 Dollar als nächste Hürde in den Fokus rücken.