Commerzbanks Volkmar Baur weist darauf hin, dass Chinas Leistungsbilanzüberschuss im vierten Quartal 2025 mit 242 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 4,9% des Bruttoinlandsprodukts einen Rekord erreicht hat. Dies stütze die Einschätzung, dass der Yuan weiterhin eng gesteuert werde. Kräftige Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen sowie wahrscheinliche offizielle Käufe ausländischer Anleihen deuteten darauf hin, dass die Behörden die Kapitalströme aktiv lenken, während detailliertere Portfolio-Daten noch ausstehen.
„Am Freitag wurden jedoch die Zahlungsbilanzdaten für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht, und diese scheinen unsere Annahme zu bestätigen, dass die Währung weiterhin sehr eng gesteuert wird.“
„In absoluten Zahlen erreichte Chinas Leistungsbilanzüberschuss im vierten Quartal mit 242 Milliarden US-Dollar ein neues Allzeithoch. Dies sollte jedoch angesichts der bereits bekannten Exportrekorde nicht überraschen.“
„Bemerkenswert ist zudem, dass die ausländischen Direktinvestitionen in China deutlich auf 38,8 Milliarden US-Dollar gestiegen sind und damit den höchsten Stand seit Anfang 2022 erreichten.“
„Da am Freitag nur vorläufige Zahlen vorgelegt wurden, stehen die Daten zu Portfolioinvestitionen noch aus. Die positive Entwicklung der chinesischen Aktienmärkte im vierten Quartal spricht jedoch nicht dafür, dass ausländische Investoren in großem Umfang Kapital abgezogen haben.“
„Wie von uns häufig beschrieben, vermuten wir, dass der chinesische Bankensektor am Devisenmarkt interveniert und ausländische Anleihen kauft.“