Masu von der BoJ sagt, die Zentralbank sei bei der Bekämpfung der Inflation nicht hinter der Kurve

Quelle Fxstreet

Das Vorstandsmitglied der Bank of Japan (BoJ), Kazuyuki Masu, sagte am Freitag, dass die Zentralbank nicht hinter der Kurve im Umgang mit der Inflation zurückbleibt. Masu fügte hinzu, dass die BoJ die Zinsen nicht zu schnell erhöhen sollte, um die wirtschaftliche Erholung Japans nicht zu gefährden.

Wichtige Zitate

Die BoJ bleibt im Umgang mit der Inflation nicht hinter der Kurve.

Denke nicht an ein bestimmtes Tempo der Zinserhöhung.

Es ist offensichtlich, dass die BoJ die Zinsen nicht zu schnell erhöhen sollte, um die wirtschaftliche Erholung Japans nicht zu gefährden.

Ich sage nicht, dass die Lebensmittelpreise so steigen, dass sofortige politische Maßnahmen erforderlich sind.

Habe keinen spezifischen Zeitrahmen im Kopf, wie schnell die BoJ die Zinsen auf ein für die Wirtschaft neutrales Niveau erhöhen sollte,

Die BoJ sollte die wirtschaftlichen Entwicklungen genau beobachten und die Politik angemessen steuern, damit die zugrunde liegende Inflation um 2% schwankt.

Marktreaktion

Zum Zeitpunkt des Schreibens ist das USD/JPY-Paar um 0,21% auf 156,70 gefallen.

Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.

Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.

In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.

Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.


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