Nach einem Bericht des US-Arbeitsministeriums (DOL), der am Donnerstag veröffentlicht wurde, sank die Zahl der US-Bürger, die neue Anträge auf Arbeitslosenversicherung stellten, in der Woche bis zum 10. Januar auf 198K. Der letzte Wert lag unter den ursprünglichen Schätzungen (215K) und war niedriger als die 207K der Vorwoche (revidiert von 208K).
Zusätzlich verringerte sich der 4-Wochen-Durchschnitt um 6,50K und liegt nun bei 205K, verglichen mit dem revidierten Durchschnitt der Vorwoche (211,5K).
Der Bericht wies auch darauf hin, dass die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenhilfe um 19K auf 1,884M in der Woche bis zum 3. Januar gesunken sind.
Der Greenback handelt mit deutlichen Gewinnen im Anschluss an die wöchentliche Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten der USA, wobei der US Dollar Index (DXY) komfortabel über der wichtigen Hürde von 99,00 navigiert, während die US-Staatsanleihenrenditen insgesamt steigen.
Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.
Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.
Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.