EUR/GBP hält sich nach den Gewinnen in der vorherigen Sitzung um 0,8640 während der frühen europäischen Handelsstunden am Freitag. Das Währungspaar bewegt sich wenig nach der Veröffentlichung der deutschen Einzelhandelsumsatzdaten. Die vorläufigen Inflationswerte aus Deutschland stehen als Nächstes im Fokus. Später in der nordamerikanischen Sitzung werden die Daten zum Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) der USA für Juli beobachtet.
Das Statistische Bundesamt Deutschland, Destatis, veröffentlichte am Freitag den Bericht über die Einzelhandelsumsätze, der einen Anstieg von 1,9% im Jahresvergleich für Juli anzeigt, nach einem Anstieg von 4,9% im Juni. Die Markterwartung lag bei einem Anstieg von 2,6%. Die Einzelhandelsumsätze fielen im Juli um 1,5% im Vergleich zum Vormonat, während im Juni ein Wachstum von 1% und eine erwartete Veränderung von -0,4% verzeichnet wurden.
Die Protokolle der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juli deuteten darauf hin, dass die Entscheidungsträger die Risiken in den nächsten zwei Jahren nach unten geneigt sehen, was auf schwächere Wachstumsaussichten und die Auswirkungen der US-Zölle hinweist. Einige Mitglieder warnten jedoch, dass die langfristigen Risiken tendenziell nach oben gerichtet sein könnten, insbesondere angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit Energie- und Währungsfluktuationen.
Der Aufwärtstrend des EUR/GBP-Paares könnte eingeschränkt sein, da das Pfund Sterling (GBP) an Boden gewinnen könnte, da die Bank of England (BoE) voraussichtlich die Zinsen im Jahr 2025 nicht senken wird. Der inflationäre Druck im Vereinigten Königreich (UK) hat sich seit Mai jeden Monat beschleunigt, wobei der Verbraucherpreisindex (CPI) im Juli um 3,8% im Jahresvergleich gestiegen ist.
Der Verbraucherpreisindex (VPI) wird in Deutschland monatlich vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlicht. Er erfasst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte zu Konsumzwecken kaufen. Als wichtigster Indikator zur Messung der Inflation und der Kaufkraftentwicklung zeigt der VPI, wie sich das allgemeine Preisniveau verändert. Der Monatsvergleich (Month-over-Month, MoM) stellt die Preise des aktuellen Berichtsmonats denen des Vormonats gegenüber. Ein hoher VPI-Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für den Euro (EUR) gewertet, ein niedriger Wert hingegen als negativ (bärisch).
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Quelle: Federal Statistics Office of Germany