BNY berichtet, dass die thailändische Notenbank derzeit keine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Sitzung ihres geldpolitischen Ausschusses sieht. Der Baht habe während des Konflikts zwischen den USA und dem Iran nur moderat nachgegeben. Die Zentralbank verweist auf robuste externe Puffer und begrenzte Kapitalabflüsse. Zudem gebe es Anzeichen für eine Rückkehr von Zuflüssen in langfristige Anleihen und Aktien. Damit verfolgt Thailand einen deutlich geduldigeren Kurs als Indonesien, das zuletzt überraschend die Zinsen angehoben hatte.
„Die Bank von Thailand erklärte, dass keine außerplanmäßige Sitzung des geldpolitischen Ausschusses erforderlich sei, da sich der Baht trotz des Drucks durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran stabil entwickelt habe.“
„BOT-Sprecherin Chayawadee Chai-anant sagte, die Landeswährung habe nur leicht an Wert verloren, während die starke außenwirtschaftliche Position Thailands ausreichend sei, um die Volatilität an den globalen Finanzmärkten aufzufangen.“
„Seit Beginn des Konflikts hat der Baht rund 5,4 Prozent gegenüber dem US-Dollar nachgegeben. Das ist weniger als bei vielen anderen Währungen der Region. Ausländische Investoren hätten zudem lediglich Vermögenswerte im Wert von rund 1,3 Milliarden US-Dollar verkauft. Gleichzeitig gebe es Anzeichen dafür, dass wieder Kapital in langfristige Anleihen und Aktien fließe.“
„Die Notenbank betonte, dass die internationalen Währungsreserven, die Stabilität des Finanzsystems und der Leistungsbilanzüberschuss die Wirtschaft weiterhin stützten.“
„Die indonesische Zentralbank erhöhte bei einer außerplanmäßigen Sitzung die Zinsen um 25 Basispunkte. Für die reguläre Sitzung in der kommenden Woche wird mit einer weiteren Zinserhöhung gerechnet.“