Die Strategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank sehen die breite Aufwertung des US-Dollars (USD) inzwischen an Dynamik verlieren. Hintergrund sind nachgebende US-Renditen und eine wieder etwas bessere Risikostimmung nach dem technologiegetriebenen Ausverkauf. Besonders risikofreudige Währungen legen zu, während Euro (EUR) und Britisches Pfund (GBP) zwar ebenfalls leicht steigen, von positiven Konjunkturdaten im Euroraum und Großbritannien aber nur begrenzt profitieren. Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran sowie die bevorstehende Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) dürften den Dollar und die US-Renditen bis in die kommende Woche hinein dennoch stützen.
„Die breit angelegten Dollar-Gewinne vom Vortag verlieren zum Wochenschluss an Schwung, da die Ölpreise nachgeben und sich die US-Renditen von ihren Höchstständen vom Donnerstag etwas zurückziehen.“
„Unter den wichtigsten Währungen führen vor allem risikoreichere Devisen die moderaten Gewinne gegenüber dem US-Dollar an. Euro und Britisches Pfund notieren zwar ebenfalls etwas fester, konnten die positiven heimischen Konjunkturdaten bislang jedoch nicht in eine spürbare Outperformance ummünzen.“
„Vor dem Wochenende könnten Anleger risikoreichere Anlagen verstärkt meiden. Der US-Dollar und die US-Renditen dürften daher gut unterstützt bleiben, da sich der Fokus der Märkte zunehmend auf die FOMC-Sitzung in der kommenden Woche richtet.“
„Die Zinserwartungen am Swapmarkt haben sich gegenüber dem Höchststand vom Vortag zwar etwas abgeschwächt. Die OIS-Märkte signalisieren jedoch weiterhin ein nicht unerhebliches Risiko einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank in der kommenden Woche. Derzeit sind Straffungen im Umfang von sieben Basispunkten eingepreist.“
„Trotz der zuletzt wieder gestiegenen Energiepreise halten wir eine weitere Straffung der Geldpolitik für unwahrscheinlich, solange die Überprüfung der Arbeitsweise der US-Notenbank unter Leitung von Warsh andauert.“