TradingKey – Der südkoreanische Internet-Riese Naver hat eine strategische Investition in Höhe von 1,48 Billionen Won (ca. 1 Milliarde US-Dollar) von Nvidia erhalten, woraufhin sein Aktienkurs im Tagesverlauf um bis zu 12 % in die Höhe schoss.
Am 27. Juli asiatischer Zeit verzeichnete der südkoreanische Internet-Riese Naver (KRX: 035420) dank einer strategischen Beteiligung des KI-Giganten Nvidia ( NVDA ) einen kräftigen Kurssprung von im Tagesverlauf 12 %, wobei der Kurs zeitweise die Marke von 230.000 Won (umgerechnet 156,84 US-Dollar) überschritt. Aktuell haben sich die Gewinne von Naver auf 9,4 % verringert, und die Aktie notiert vorübergehend bei 227.000 Won.
Aktienkurschart von Naver, Quelle: TradingView
Berichten zufolge hat Nvidia 1,48 Billionen Won (ca. 1 Milliarde US-Dollar) aufgewendet, um im Rahmen einer privaten Platzierung an Dritte rund 7,24 Millionen neue Naver-Aktien zu zeichnen und damit eine Beteiligung von etwa 4,5 % zu erwerben. Nach Abschluss dieser Transaktion wird Nvidia zum drittgrößten Aktionär von Naver aufsteigen – hinter dem staatlichen Pensionsfonds Südkoreas (National Pension Service, NPS) und BlackRock ( BLK ).
Naver ist Südkoreas größter Technologiekonzern und Internet-Dienstleister und nimmt eine ähnliche Marktstellung ein wie Google ( GOOGL ), und die finanzielle Unterstützung von Nvidia in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar wird für das Erweiterungsprojekt des Naver-Rechenzentrums in Sejong, Südkorea, verwendet, wodurch die KI-Rechenleistung von ursprünglich 55 MW auf über 200 MW deutlich erhöht wird – komplett ausgestattet mit erstklassigen KI-Chips und Supercomputing-Systemen von Nvidia.
Für Nvidia sichert die Beteiligung an Naver einerseits den Zugang zu südkoreanischem High Bandwidth Memory (HBM) und gewährleistet andererseits die Abnahme von Nvidia-Hardware durch Naver. Zudem hat CEO Jensen Huang in den letzten Jahren das Konzept der „souveränen KI“ stark vorangetrieben und dafür geworben, dass Länder über eigene KI-Rechenleistung, eigene Daten und lokale große Sprachmodelle verfügen sollten. Dieser Schritt beschleunigt zweifellos die Umsetzung souveräner KI in Asien.