Der US-Eisenbahnkonzern Union Pacific und die kanadische Bahngesellschaft Canadian National Railway haben eine verbindliche Grundsatzvereinbarung im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von Norfolk Southern geschlossen. Die Vereinbarung soll Canadian National im Fall des Zusammenschlusses einen erweiterten Netzzugang sichern.
Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständige US-Aufsichtsbehörde sowie des erfolgreichen Abschlusses der Übernahme von Norfolk Southern durch Union Pacific.
Nach Angaben der Unternehmen soll die Vereinbarung den Wettbewerb für Kunden erhalten, offene Fragen zu Eigentumsverhältnissen an wichtigen Terminalbahnhöfen lösen, die Präsenz von Canadian National im Mittleren Westen der USA ausbauen und bestehende Netzübergänge für Kunden und Bahngesellschaften absichern.
Im Rahmen der Vereinbarung erhält Canadian National Zugang zu ausgewählten Verladerstandorten, an denen sich die Zahl der verfügbaren großen Güterbahnen infolge der Fusion verringern würde. Voraussetzung dafür sind die betriebliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit.
Darüber hinaus erhält Canadian National Streckenrechte zwischen Tuscola und East St. Louis im Bundesstaat Illinois sowie Bedienungsrechte für Kunden auf der Verbindung zwischen St. Louis und Kansas City.
Erstmals wird Canadian National zudem Zugang zum Neff Yard von Union Pacific in Kansas City erhalten und damit eine operative Präsenz im Stadtzentrum aufbauen.
Zusätzlich übernimmt Canadian National die Beteiligungen von Norfolk Southern an der Kansas City Terminal Railway Company sowie an der Terminal Railroad Association of St. Louis.
Im Gegenzug wird Canadian National die geplante Übernahme von Norfolk Southern durch Union Pacific nicht anfechten. Beide Unternehmen wollen während des Genehmigungsverfahrens eng zusammenarbeiten, um die vereinbarten Maßnahmen umzusetzen.