Die Dow-Jones-Futures verlieren 0,56% und notieren während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag bei rund 52.160. Unterdessen geben die S&P 500-Futures und Nasdaq-100-Futures um 0,54% bzw. 0,74% nach und notieren bei rund 7.500 bzw. 28.960.
Die Futures auf US-Indizes fallen, da sich Händler angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten vorsichtig verhalten, nachdem US-Präsident Donald Trump nach den Schiffangriffen in der Straße von Hormus mit Angriffen auf iranische Infrastruktur gedroht hatte, woraufhin Teheran Vergeltung gegen mit den USA verbundene Energieanlagen androhte. Unterdessen feuerten von Iran unterstützte Huthi-Milizen Raketen und Drohnen auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer ab. Die ersten direkten Angriffe auf Tanker in dieser Wasserstraße bedrohen eine wichtige alternative Exportroute für saudisches Rohöl und eröffnen eine gefährliche neue Front im Konflikt.
Die Marktstimmung verschlechterte sich ebenfalls, da sich die Erwartungen an die Geldpolitik verschoben haben und unklare Vorgaben des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh eine zusätzliche Unsicherheitsebene hinzugefügt haben. Die Märkte rechnen jedoch allgemein damit, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen auf ihrer bevorstehenden Sitzung unverändert lässt, obwohl im September weithin eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erwartet wird.
Die Wall Street gab während der regulären Sitzung am Mittwoch nach, angeführt von einem Rückgang des technologielastigen Nasdaq Composite um 0,57%. Der S&P 500 fiel um 0,14%, während der Dow Jones mit einem Minus von 0,01% nahezu unverändert schloss. Die US-Aktienindizes wurden durch steigende Ölpreise, neue Unternehmenszahlen und anhaltende Sorgen über massive KI-Investitionen belastet.
Die Alphabet-Aktie sackte im nachbörslichen Handel um mehr als 3% ab, nachdem die Muttergesellschaft von Google ihre Investitionsausgabenprognose für 2026 auf bis zu 205 Mrd. Dollar angehoben hatte, um der sprunghaft steigenden KI-Nachfrage gerecht zu werden. Das höhere Ausgabenziel schürte die wachsende Sorge der Anleger, ob sich die aggressiven KI-Investitionen der Big Tech-Unternehmen auszahlen werden, so CNBC.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.