Der US-Dollar-Index (DXY), ein Index, der den Wert des US-Dollars (USD) gegenüber einem Korb von sechs Weltwährungen misst, notiert derzeit während der asiatischen Handelszeiten am Montag nahe 98,20. Der DXY stabilisiert sich, während Händler weiterhin die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten bewerten.
US-Präsident Donald Trump sagte, die USA würden ab Montag damit beginnen, einige neutrale Schiffe, die im Persischen Golf feststecken, durch die Straße von Hormus zu lotsen. Bloomberg berichtete, dass US-Marine-Schiffe bei Bedarf in der Nähe bleiben werden, um die iranischen Streitkräfte daran zu hindern, Handelsschiffe in der Straße anzugreifen.
Ein iranischer Beamter warnte, dass eine US-Einmischung in Hormus als Verletzung des Waffenstillstands betrachtet werde, und fügte hinzu, dass die Straße von Hormus und der Persische Golf kein Ort für Rhetorik seien. Händler werden die Entwicklungen rund um den Nahostkonflikt und eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus genau beobachten. Jegliche Anzeichen einer Eskalation könnten den US-Dollar als sichere Hafenwährung stärken.
Alle Augen richten sich auf den US-Arbeitsmarktbericht für April, der später am Freitag veröffentlicht wird. Für die US-Wirtschaft wird erwartet, dass im April 73.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich stabil bei 4,3 % bleibt. Sollte der Bericht ein schwächeres Ergebnis als erwartet zeigen, könnte dies den DXY kurzfristig nach unten ziehen.
Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.
In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.
Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.