Texas Intermediate (WTI) Öl hält sich am Mittwoch nahe seinem Tagestief und zeigt kaum unmittelbare Reaktion auf die geldpolitische Ankündigung der Federal Reserve (Fed). Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird WTI bei rund 97,50 USD pro Barrel gehandelt, was einem Tagesverlust von etwa 3,3% entspricht.
Die Fed erhöht die Zielspanne für den Federal Funds Rate in einer einstimmigen Entscheidung um 25 Basispunkte auf 3,75%-4,00%. Der aktualisierte Dot Plot setzt den Median des Jahresendzinssatzes bei 4,1% an und signalisiert damit, dass die Entscheidungsträger in diesem Jahr noch eine weitere Anhebung um einen Viertelpunkt erwarten.
Die Ölpreise bewegen sich nach der Ankündigung kaum, da die Zinserhöhung bereits eingepreist war. Dennoch könnten höhere Kreditkosten und ein stärkerer US-Dollar die Wirtschaftstätigkeit und die künftige Energienachfrage belasten.
Unterdessen richtet sich der Markt weiterhin auf Lieferrisiken im Nahen Osten, die nach wie vor eine erhebliche geopolitische Prämie in den Ölpreisen aufrechterhalten. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt, während Sicherheitsbedenken rund um das Rote Meer und die Straße von Bab al-Mandab die Unsicherheit zusätzlich erhöhen.
Im Laufe des Tages gab es einige positive Entwicklungen auf der Angebotsseite. Berichten zufolge arbeitet Saudi Aramco daran, etwa die Hälfte der Kapazität seiner beschädigten Ost-West-Pipeline innerhalb weniger Tage wiederherzustellen. Das Unternehmen erhöht zudem die Rohöllieferungen an asiatische Raffinerien durch Ship-to-Ship-Transfers nahe dem omanischen Hafen Sohar.