Silber (XAG/USD) steht am Mittwoch unter Druck, da ein stärkerer US-Dollar und steigende Renditen von US-Staatsanleihen das renditeschwache Metall nach der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve (Fed) belasten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert XAG/USD bei rund 62,68 USD und damit 1,56% niedriger als am Vortag.
Die Fed erhöht die Zielspanne für den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75%-4,00% in einer einstimmigen 12:0-Entscheidung. In ihrer Erklärung sagt die Zentralbank, dass sich die Wirtschaftsaktivität in solidem Tempo ausweitet, die inländischen Ausgaben widerstandsfähig bleiben und sich die Arbeitslosigkeit kaum verändert hat. Die Entscheidungsträger fügen hinzu, dass die Inflation weiterhin erhöht ist und dass die Zinserhöhung dazu beitragen wird, die Inflation früher wieder auf das 2%-Ziel zurückzuführen.
Der US Dollar Index (DXY) steigt über die psychologische Marke von 100,00, während die Benchmark-Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sich in Richtung 5,00% erholt.
Höhere Zinsen und steigende Anleiherenditen belasten Silber in der Regel, da sie die Attraktivität zinstragender Anlagen erhöhen. Der Rückgang des Metalls bleibt jedoch begrenzt, da die Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt weithin erwartet worden war.
Fed-Chef Kevin Warsh schlägt ebenfalls hawkische Töne an und sagt, die Inflation sei weiterhin zu hoch und die Wirtschaft stark genug, damit sich die Entscheidungsträger auf Preisstabilität konzentrieren könnten, während er die Arbeitsmarktseite des Fed-Mandats als "in gutem Zustand" bezeichnet.

Im Tages-Chart notiert XAG/USD bei 63,43 USD. Die kurzfristige Tendenz bleibt bärisch, da sich der Kurs über dem 50-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bei 62,76 USD hält, aber weiterhin deutlich unter den 100-Tage- und 200-Tage-SMAs bei 66,64 USD bzw. 73,14 USD liegt, was darauf hindeutet, dass Erholungen weiterhin durch den breiteren Abwärtstrend begrenzt werden. Der Relative Strength Index (RSI) nahe 45 und ein negativer Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Wert mit roten Histogrammbalken deuten auf ein schwaches Momentum und einen Mangel an starker Richtungsüberzeugung hin, was zu einer Korrekturbewegung innerhalb eines größeren bärischen Umfelds passt.
Auf der Abwärtsseite liegt die erste Unterstützung nahe dem 50-Tage-SMA bei 62,76 USD, mit weiteren Pufferzonen bei der psychologischen Marke von 60,00 USD und dann bei 55,00 USD, falls sich der Verkaufsdruck verstärkt. Auf der Oberseite würde eine Erholung in Richtung des 100-Tage-SMA bei 66,64 USD auf deutlichen Widerstand stoßen, während ein Anstieg darüber hinaus den 200-Tage-SMA bei 73,14 USD als stärkere mittelfristige Hürde in den Fokus rücken würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.