Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) gab nach seiner zweitägigen Sitzung eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) bekannt und trieb den US-Dollar (USD) damit gegenüber den meisten wichtigen Rivalen deutlich nach oben. Mit dieser Entscheidung liegt die Zielspanne für den Leitzins der Fed (FFTR) nun bei 3,75%–4,00%.
Die begleitende Erklärung zeigte, dass die Entscheidungsträger die Inflation weiterhin für erhöht halten, obwohl sich die wirtschaftliche Aktivität im Land in solidem Tempo ausweitet. Die US-Notenbank veröffentlichte außerdem die Summary of Economic Projections (SEP), aus der hervorging, dass 12 von 18 Vertretern in diesem Jahr noch eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte sehen; vier erwarten zwei Erhöhungen; zwei sehen keine weiteren Erhöhungen.
Der Goldpreis gab nach, nachdem er bis auf 4.366 USD gestiegen war, und pendelt nun um 4.328,92 USD. Das Metall bewegt sich um den 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 4.326,68 USD, bleibt jedoch deutlich unter dem 20-Tage-SMA bei 4.445,34 USD und dem 200-Tage-SMA bei 4.540,18 USD gedeckelt, was einen neutral-bis-bärischen Ton beibehält. Das Momentum ist schwach, wobei der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) um 47 pendelt und der 14-Perioden-Momentum-Indikator im negativen Bereich liegt, was auf nachlassenden Aufwärtsdruck hindeutet, während sich der Kurs unter der breiteren gleitenden-Durchschnitts-Deckelung konsolidiert.
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Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Mi Sept. 16, 2026 18:00
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Quelle: Federal Reserve