Gold (XAU/USD) steigt am Mittwoch auf ein Zwei-Wochen-Hoch, da Schnäppchenjäger in der Nähe der Marke von 4.000 USD einsteigen, während Händler die Risiken im Nahen Osten und den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) abwägen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert XAU/USD bei rund 4.122 USD und liegt damit 1,10% im Tagesverlauf im Plus.
Während frische Kaufinteressen Bullion stützen, hat sich der breitere fundamentale Hintergrund kaum verändert. Die Vereinigten Staaten führten in der elften Nacht in Folge Angriffe auf den Iran durch, während Teheran mit neuen Angriffen auf Bahrain, Kuwait und Jordanien reagierte.
Die gegenseitigen Angriffe stören die Energieversorgung durch die Straße von Hormus, treiben die Ölpreise erneut nach oben und verstärken die Inflationssorgen.
West Texas Intermediate (WTI) notiert bei rund 86,50 USD und damit auf dem höchsten Stand seit dem 11. Juni.
Steigende Inflationsrisiken stützen die Erwartungen, dass die Fed die Zinsen länger hoch halten und möglicherweise sogar eine Anhebung in Betracht ziehen wird, während sie versucht, die Inflation wieder auf ihr Ziel von 2% zurückzuführen.
Höhere Kreditkosten machen zinstragende Anlagen attraktiver und verringern die Attraktivität des zinslosen Metalls. Gleichzeitig erschweren ein fester US-Dollar (USD) und erhöhte Renditen von US-Staatsanleihen dem Rohstoff ebenfalls, seine jüngste Erholung auszubauen.
Dies deutet darauf hin, dass Gold Schwierigkeiten haben könnte, eine stärkere Erholung zu verzeichnen, bis die Inflationssorgen nachlassen und die Wetten auf eine Fed-Zinserhöhung abkühlen.
Kurzfristig dürfte das Metall in einer Spanne handeln, da sich die Händler auf die Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) am 28. bis 29. Juli vorbereiten. Laut dem CME FedWatch Tool ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli von 10% vor einer Woche auf 28% gestiegen, während die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September bei 69% liegt.
Der US-Wirtschaftskalender bietet am Mittwoch wenig, sodass sich die Händler auf die Entwicklungen im Nahen Osten konzentrieren. US-Außenminister Marco Rubio sagte, Washington werde Irans Fähigkeit, Schiffe anzugreifen, wann immer möglich einschränken, und warnte, dass ein nuklear bewaffneter Iran inakzeptabel sei.

XAU/USD behält einen gedeckelten Ton bei und bleibt unter dem langfristigen 200-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 4.496 USD und dem 100-Tage-SMA bei 4.501 USD. Das Metall wird jedoch vom 21-Tage-SMA bei 4.065 USD gestützt, was auf eine kurzfristige Stabilisierung oberhalb dieses kurzfristigen Trendindikators hindeutet.
Der Relative Strength Index (RSI) im Tageschart liegt bei 49 und damit nahe dem neutralen Bereich, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator leicht ins Positive gedreht hat, was auf ein sich verbesserndes Momentum hindeutet, das das vorherrschende Überangebot oberhalb noch nicht überwunden hat.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der horizontalen Barriere nahe 4.200 USD, gefolgt von einer stärkeren Begrenzung bei 4.400 USD, bevor die breitere bärische Struktur, definiert durch den 200-Tage-SMA bei 4.496 USD und den 100-Tage-SMA bei 4.501 USD, ins Spiel kommt.
Auf der Unterseite ergibt sich die unmittelbare Unterstützung um den 21-Tage-SMA bei 4.065 USD, gefolgt vom horizontalen Boden bei 4.000 USD. Ein entscheidender Bruch unter dieses Niveau könnte tiefere Verluste auslösen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.