Das Paar EUR/USD hält sich in den frühen europäischen Handelsstunden am Montag nahe 1,1680 stabil. Fiskalische Interventionen des US-Finanzministeriums belasten den US-Dollar (USD) gegenüber dem Euro (EUR). Händler bereiten sich auf Details zu Sanktionen gegen den Iran und eine geldpolitische Rede in dieser Woche in den Vereinigten Staaten (US) vor.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Donnerstag, dass das Ministerium seine Rückkäufe von Anleihen am langen Ende auf 4 Mrd. Dollar pro Operation verdoppeln werde, um die stark steigenden Renditen 30-jähriger Anleihen zu begrenzen. Die Ankündigung erfolgte einen Tag nachdem das Ministerium erklärt hatte, es werde sich verpflichten, den Umfang seiner Rückkäufe länger laufender Schuldtitel mindestens zu verdoppeln, um die Anleiherenditen einzudämmen.
Händler sind besorgt über die sich verschlechternden fiskalischen Aussichten und die Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed). Dies wiederum setzt den Greenback etwas unter Verkaufsdruck.
Bessent wird am Montag um 18:00 GMT eine Pressekonferenz abhalten, nachdem er mit den "härtesten Sanktionen in der Geschichte" gegen den Iran gedroht hat, wobei die Märkte darauf achten, ob er China ins Visier nehmen wird. Irans Außenminister Abbas Araghchi wies die Drohung einer neuen Runde US-Wirtschaftssanktionen als "verzweifelten" Schachzug zurück und sagte, die erwarteten neuen Maßnahmen würden Teheran nicht besiegen, berichtete Reuters. Anhaltende Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten sichere-Hafen-Ströme zurück in den Greenback auslösen.
Am Freitag richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole, Wyoming, um etwas Klarheit über den Ausblick für die US-Zinsen zu erhalten. Jegliche hawkischen Kommentare von Fed-Vertretern könnten dazu beitragen, die Verluste des USD zu begrenzen.
Die Analysten der Commerzbank warnen, dass die geldpolitische Kommunikation kurzfristig ein wichtiger Treiber für EUR-USD bleibt, und heben hervor, dass "ein Risiko für EUR-USD daher sicherlich darin besteht, dass Warsh am Freitag hawkischer klingen wird als erwartet." Sie argumentieren, dass eine straffer als erwartete Haltung des Fed-Vertreters in Jackson Hole die aktuelle Dollar-Stimmung erschüttern und dem Euro-Dollar-Wechselkurs neue Volatilität verleihen könnte.
Im Tageschart behält EUR/USD einen bullischen kurzfristigen Bias bei, da der Kassakurs oberhalb des mittleren Bollinger-Bands der 20-Tage-Linie und des 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) liegt. Der Kurs drängt in den oberen Bereich der jüngsten Handelsspanne und notiert knapp unter dem oberen Bollinger-Band, während der Relative Strength Index (14) um 73 auf überkaufte Bedingungen hindeutet, die den unmittelbaren Aufwärtstrend trotz der unterstützenden Struktur dämpfen könnten.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim oberen Bollinger-Band bei 1,1705, wo es bei Käufern zu Gewinnmitnahmen kommen könnte. Auf der Unterseite liegt die Unterstützung zunächst beim 100-Tage-SMA nahe 1,1575, gefolgt vom mittleren Bollinger-Band der 20-Tage-Linie bei 1,1558, wobei eine tiefere strukturelle Untergrenze beim unteren Bollinger-Band nahe 1,1415 liegt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.